Oder auch der Arbeitskreis "Klinische Umweltmedizin" der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin aus dem Namen von Autoren folgen:
"Im Arbeitskreis wirkten mit: Dr. med. Karl-Heinz Antonin, Dr. rer. nat. Michael Bader, Prof. Dr. med. Axel Buchter, Dr. med. Michael C. Dietz, Prof. Dr.med. Hans Drexler, Prof. Dr. med. Thomas Eikmann [Leiter der Umweltambulanz Gießen], Dr. med. Dieter Eis, Dr. med. Annegret Jaekel-Reinhard, Prof. Dr. med.Thomas Kraus, Prof. Dr. med. Dipl-Ing. Stephan Letzel, Dr. med. Dipl.-Chem. Herbert Lichtnecker [Leitung der Umweltmed.Untersuchung der KV in NRW], Dr. med. Michael Nasterlack [Betriebsarzt bei BASF], Prof. Dr. med. Dennis Nowak, Dr. med. Andrea Otto, Dr. med. Alexander Petrovitch, Prof. Dr. med. Rainer Schiele, Dr. med. Markus Weihrauch, Prof. Dr. med. Renate Wrbitzky."
Aktueller Beitrag dieser Gruppe aus dem Ärzteblatt 38/2002: "MCS Arbeitsmedizinisch", in dem sie sich wieder geschickt gerade das von dem von ihnen ausgemachten Gegner aussuchten, was ihnen in den Kram paßt:
Thomas Kuhn kam übrigens zu dem Ergebnis, daß nach und nach die Fülle der Fakten die etablierten Wissenschaftler dazu zwingt, irgendwann eine neue Theorie anzuerkennen. Dann werden die schärfsten Kritiker ihre glühendsten Anhänger. Ob wir allerdings so lange warten können?
die unkonventionelle Gegenseite sei unverständlich, unbewiesen, also unwissenschaftlich, folglich arbeiteten sie selbst wissenschaftlich...
Dass ihre eigenen Aussagen keine Theorie sind, keine Erklärung ergeben, nicht mal einen Zusammenhang, ficht sie nicht an.
Das viele Bereiche in der Medizin nicht nach wissenschaftlichen Kriterien funktionieren, nicht zuletzt die "Psychologische Wissenschaft", wird ignoriert.
Diese Seilschaften zitieren sich, ignorieren weitergehende Forschungsergebnisse, und häufen Publikationen (Zitierhäufigkeit) an, die dadurch Belege der "wahren wissenschaftlichen Comunity" geben sollen; nicht durch ihre im Ergebnis sich darstellende gute wissenschaftliche Praxis und Theorie. Sie verdrängen, nicht zuletzt durch von der Industrie gesponsorte Zeitschriften und Kongresse, andere Darstellungen und Autoren.
Dr.Eis' Zugehörigkeit sagt in Bezug auf die RKI-Studie natürlich nichts über (s)eine Voreingenommenheit bei MCS aus
Solche Ärzte vielleicht besser nicht als Gutachter zulassen...?
Nachsatz: zur "Psychosomatik" fand ich in einem Aktuellen Lehrbuch dieses Zitat
Richter behaupten mit Verweis auf die kontroversen (aber inszenierten: s. McCampbell!) Diskussionen eine "nicht bestehende wissenschaftliche Klärung" - also wegen fehlenden Konsens in der Diskussion eine anscheinend gänzlich fehlende Wissenschaftliche Erklärung (auch für Teilbereich, z.B. Symptomen, weil sie unter den Fall subsummiert werden) -, und folglich das Krankheitsbild nicht existent sei, und deshalb auch weder Kompensationen noch Hilfsmittel gewährt werden müssen.
Zum einen verkennen sie die Art wissenschaftlicher Diskussionen, die erklären will und nicht bewerten, und machen mit dieser Ignoranz zum anderen Politik, indem sie mit Ablehnungen scheinheilige Kritiker unterstützen, die nachweislich nur Polemik zu bieten haben, anstatt den Kranken zu helfen.
"Noch im Jahr 1995 berief das BgVV eine Fachtagung über MCS ein. Obwohl die WHO festgestellt hat, daß die Ergebnisse dieser Tagung nicht Meinung der WHO wiedergeben, wird sie heute noch fälschlich als WHO-Tagung ausgegeben. Unter den Teilnehmern bestand Einvernehmen über die Bedeu-tung des Terminus „MCS“, nämlich, daß er für eine idiopathische, also ohne erkennbare Ursache entstandene Krankheit steht (MCS = idiopathie environmental intolerance = „IEI“). Diese Definition lehnt sich an die schon bestehende Definition der CFS an (chronic fatigue syndrom, K. FUKUDA et al., 1994). Durch den Schlüsselbegriff „idiopatisch“ werden MCS und CFS zu Buchstabencodes für Krankheiten, für die keine Rechtsperson als Verursacher verantwortlich zu machen ist und die deshalb auch nicht entschädigungspflichtig sind."
Treffend weist er auf das "Wortspiel" mit den Namen hin:"In der Sprachregelung der Hersteller, des Gesundheitsministeriums und Behörden sind MCS und CFS rein funktionelle Störungen, so daß man sie auch als psychogen abtun kann, ohne ernsthaften Wi-derspruch in der Ärzteschaft befürchten zu müssen. Das wird begünstigt dadurch, daß die Bezeich-nung „chemical sensitivity“ dem Ausdruck „sensitiver Beziehungswahn“, d.h. dem psychiatrischen fachausdruck für Hysterie ähnelt und deshalb als wahnhafte Beziehung zu Chemikalien verstanden werden kann (Toxikophobie). Nach meinen Unterlagen wurden die Sozialversicherungen und Berufs-genossenschaften schon 1995 dahingehend instruiert, daß MCS, CFS Ökohysterie bedeutet und die Betroffenen entsprechend zu behandeln, d.h. Entschädigungsansprüche abzulehnen sind."
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