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Willkommen bei der "Interessengemeinschaft Gifterkrankter Weser-Ems"

Diese Seite:
Einführung - Was ist "MCS"? - Was bedeutet Umwelterkrankung?
Welche Symptome zeigt "MCS"? - Wie wird "MCS" definiert?
Welche Ursachen kennt man? - Wie häufig ist "MCS"?
Worauf reagiert man? - Welche Hilfe gibt es? - *

Einführung

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die unter mehrfacher "Chemikalien Sensibilität" leiden. "MCS" steht für "Multiple Chemical Sensitivity" – zu Deutsch: "Vielfache Chemikalien Empfindlichkeit“.
Diese Seiten dienen der Information und Kommunikation von Menschen, die auch von Umwelt-Krankheiten betroffen sind.
Dafür haben wir uns zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen.
Unser Schwerpunkt liegt auf
aktueller Information und gesundheitspolitischen Aktionen.

 

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Auf der
Wissenschaftsseite stellen wir Theorien und Modellvorstellungen vor, beleuchten Zusammenhänge wie das Problem der wissenschaftlichen Aufarbeitung, der -mangelnden- wissenschaftlichen Basis vieler bekannter Erkrankungen, der Psychiatrisierung Umweltkranker und der Gesundheitspolitik.

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Was ist"MCS"?

Chemikalien Sensibilität ist eine komplexe Erkrankung mit Beschwerden an verschiedenen Organsystemen des Körpers, die auf einer außergewöhnlicher Empfindlichkeit auf unterschiedlichste Substanzen des täglichen Lebens und der Umwelt basiert, und bei deren Zustandekommen Gifte aus der Umwelt eine entscheidende Rolle spielen.
Eine ausführliche"MCS"-Definition
hier,auch "T.I.L.T." genannt; oder Download

Die

Beteiligung sogenannter Umweltfaktoren

, vor allem der in ungeheurer Zahl und weitverbreitet vorkommenden Chemikalien wird heute für eine Vielzahl von Erkrankungen diskutiert, z.B.:
Aufmerksamkeitsdefizit, Autismus, Allergien, Chronische Erschöpfung, Depressionen, Fibromyalgie, Kinderlosigkeit, M. Crohn, Krebs, Neurodermitis, Rheuma, Schilddrüsenstörungen, Reizdarmsyndrom, Vasculitis, Verhaltensstörungen und andere.
Zu den neuen Erkrankungen, die sowohl schwer zu diagnostizieren wie erklären sind, gehören das CFS - Chronic Fatigue Syndrome = Chronisches Erschöpfungssyndrom und
die Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma genannt. Die Erkrankten bekommen die gleichen sozialen Schwierigkeiten wie"MCS"-Kranke."MCS"-Kranke können zusätzlich unter diesen Erkrankungen leiden, wie auch CFS-Patienten die"MCS"-Empfindlichkeit entwickeln können. Es gibt Überschneidungen bei den Ansätzen zur Erklärung auf der Immunologischen Ebene.
CFS-Vereinigungen wehren sich allerdings gegen den "pauschalen" Ansatz als einer "Umwelterkrankung".
Zu den Umweltreaktionen kann man noch das sog. "Sick-building-syndrome" rechnen, es hat viele Symptome wie "MCS", die sich aber noch nicht chronifiziert haben, und damit auf den Ort der Belastung (meist schlecht gelüftete Räume) beschränkt sind.
Es kann dem "MCS" vorangehen, da es auf dauernde Belastungen durch die Umwelt hinweist.
Es wird als solches nur (an-)erkannt wenn von den Arbeitenden mindestens 5 Personen betroffen sind.

MCS ist eine besonders schwere Form einer umweltmedizinischen Erkrankung, weil bereits durch kleinste Mengen unterschiedlicher Chemikalien akute schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Diese Reaktionen sind von einem "neuen Typ", der von der Schul-Medizin nicht wahrgenommen wird. Die Reaktionen erfolgen auf geringste Mengen, und verlaufen anders und oft länger als "bekannte toxische" und allergische Belastungen.
Auslösende Substanzen finden sich in Nahrungsmitteln, Pflege- und Reinigungsmitteln, in neuer Kleidung, im Leitungswasser, in der Luft - also überall. Diese allgemeine Reaktivität leugnet die Schulmedizin und stellt es als "psychisch" vermittelt dar.

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Diagnose

Klagen auch Sie über einige oder viele der folgenden Symptome, die trotz unauffälliger Standarddiagnostik und Behandlung immer wiederkehren?

Dann könnten auch Sie einer von geschätzten 1 Million"MCS"-Patienten in Deutschland sein.

MCS bedeutet eine ungewöhnlich starke Empfindlichkeit gegenüber geringsten Mengen chemischer, aber auch natürlicher Stoffe aus der Umgebung.
Zu beachten ist, daß nicht jede Reaktion auf eine Substanz eine gefährliche Chemikaliensensibilität ist. Es gibt andere Reaktionen, z.B. Vergiftungen, Allergien verschiedener Formen, aber auch Unverträglichkeiten, die ähnliche Beschwerden verursachen, die wieder abklingen.
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Es sollten daher andere schwere Erkrankungen vor einer Diagnose abgeklärt sein, um erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten nicht zu übersehen,
dabei die
Grunddefinition von "MCS" nach CULLEN [1989] berücksichtigen:

  1. Symptome wurden im Zusammenhang mit einer Umweltexposition erworben
  2. Symptome betreffen mehr als ein Organ
  3. Symptome erscheinen und verschwinden in Zusammenhang mit vorhersehbaren Stimuli
  4. Symptome werden durch Chemikalien unterschiedlicher Struktur und Wirkmechanismus hervorgerufen
  5. Auslösende Expositionen müssen sehr niedrig sein, im Bereich von 1% der üblichen Schwellendosis
  6. kein einzelner Organfunktionstest kann die Symptome erklären

Aus Erfahrungsberichten ist zudem bekannt, dass nicht jeder"MCS"-Erkrankte auf die gleichen Stoffe und auch nicht gleich reagiert!
Weiterführendes auf der
Wissenschaft-Seite

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Bekannte Ursachen

Bei jedem von uns war entweder ein einmaliger oder der wiederholte (= chronische) Kontakt mit toxischen Substanzen der Auslöser für unsere Erkrankung.

Die Menge einer (lebenslangen) Aufnahme wird mit "body-load" (Körper-Belastung) laut "Klinischer Ökologie" bezeichnet. Je nach Dauer der Einwirkung (akut oder chronisch) und Toxizität des Stoffes, sowie dem Zustand der persönlichen Entgiftungsfähigkeit steigt die Body-load an bis zum "Überlauf", der nach diesem Modell die Krankheit bedeutet. Der Überlauf ist für jeden Menschen unterschiedlich, da die Wirkungen die Belastung ausmachen, nicht die schiere Menge.

8 Millionen synthetische Substanzen sind in der Umwelt, jährlich kommen 3000 neue hinzu.
Deren Wirkung erfolgt aber nicht nur dort, wo sie eingesetzt werden. So wirken die Hormone der Pille z.B. weiter im Abwasser, die Pestizide von der Weide weiter in der Wurst. Diese „Umwege“ machen Substanzen nicht unwirksam! Die meisten sind lebenslang in unserem gesamten Lebensraum, d.h. sie werden nicht abgebaut - oder ihre Metaboliten (Abbauprodukte) sind dann noch gefährlicher. Medikamenteninhaltsstoffe gehören nachweislich dazu.
Es ist bewiesen, daß zumindest die bekannte Wirkung der Substanzen bleibt. Dazu können noch Kombinations- und biologische Wirkungen kommen. Z.B. Abbauprodukte (durch den Stoffwechsel, die Leber), und folgend Antibiotikaresistenzen, Allergenisierung, Akkumulation in Depots...
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Sollten Sie die aufgeführten Beschwerden haben und in Ihrer Wohn- und Arbeitswelt mit folgenden gängigen Chemikalien intensiveren Kontakt haben, kann sich Ihre Suche darauf konzentrieren:
diese haben in den letzten fünfzehn Jahren bei chronischer Belastung besonders häufig zu schwerer Erkrankung geführt, es sind


Eine Mehrfachbelastung ist ein wesentlicher Faktor, da erwiesen ist, das eine chronische Vergiftung mit einem Gemisch an Stoffen in viel niedrigeren Dosen (auch unterhalb der für unbedenklich angesehenen einzelnen Grenzwerte) erfolgt.
Wesentlich ist auch die Kenntnis, dass im Körper manche Stoffe Depots bilden, vornehmlich im Fettgewebe, aber auch in Knochen wird z.B. Cadmium eingelagert.
Dagegen kann ein Pyrethroid nicht mehr nachzuweisen sein, aber die Schädigungen am Nervensystem sind sehr wohl vorhanden!

Schadstoffe wirken zweifach. Sie wirken als Gift direkt oder die Folgeprodukte, und verursachen als solches direkt oder vermittelt durch Störung des Stoffwechsels Schäden, und sie können als Immunmodulatoren (auch als Teil natürlicher oder körpereigener Partikel oder Moleküle - dann nennt man sie "Haptene") wirken. Auch als Allergen können sie für vielfältige Beschwerden in allen Körpersystemen verantwortlich sein und einem das Leben vergällen. Allergien haben dadurch sehr stark zugenommen.
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Betroffen von der Problematik der Schadstoffe sind wir alle, jeder kann Symptome entwickeln, aber es gibt Menschen, die offensichtlich empfindlicher sind als Andere, weil z.B. ihre Entgiftungssysteme nicht so stark ausgebildet sind.
Zu den
Risikopersonen gehören ganz besonders auch Kinder, Schwangere, kranke und alte Menschen. Diese Risikogruppen werden im allgemeinen nicht von den Statistiken erfaßt, da es schwierig ist, sie zu erheben.
Bekannt ist, dass Auslöser durch die Kombination mit Schadstoffen aus der näheren Umwelt mit toxischen Substanzen im menschlichen Körper, wie z.B. Amalgam oder Palladium in Zahnfüllungen, in ihrer Symptomatik verstärkt werden.

Das heißt nicht, dass "MCS" etwas völlig Neues ist, oder gar völlig unerklärlich.
Symptome solcher Prozesse sind der Schulmedizin seit langem bekannt, und bei der Erweiterung des Wissens um das Immunsystem (genauer der "Psychoendokrinoneuroimmunologie") wird der Zusammenhang deutlich. Aus der Generalisierung der Erfahrung - gewisse Medikamente, Gifte lösen etwas aus - kommt man zu Wissen um Wirkung von Stoffgruppen und und aktiven Molekülteilen.

Nationale Zahlen über die Häufigkeit der Umwelterkrankungen, denen man, wenn nach systematischer Erhebung die Häufigkeitsverteilgung auch geographisch/klimatisch aufgeschlüsselt wäre, auch eine Hypothese der Ursachen entnehmen könnte, gibt es so nicht.
[Allerdings gibt es die (engl.) Studie unter der Leitung von
Prof. Ashford 1994 "CHEMICAL SENSITIVITY IN SELECTED EUROPEAN COUNTRIES"]
Es gibt Schätzungen einiger Autoren, die von bis zu 1% oder auch bis zu 5% Kranke unter der Bevölkerung ausgehen.
Diese Zahlen entstanden u.a. aus den Beobachtungen von Fällen, die 1989 bei der Renovierung der Umweltschützbehörde EPA der USA auftragen. Viele
Angestellte der EPA wurden krank, litten unter Atembeschwerden, sensuellen und kognitiven Störungen und Schmerzen. Diese Störungen gingen bei den meisten Erkrankten zurück und wurden unter dem "Sick-Building-Syndrome" eingeordnet.
Bei etwa 5% von ihnen blieben die Beschwerden jedoch bestehen, verschlimmerten sich teilweise noch. Das Beschwerdebild entsprach dem von "MCS". Es ist anzunehmen, das diese Reaktion auf genetischer Grundlage beruhen.
Die ungünstige Kombination von Entgiftungseigenschaften kann, wie
Dr. Kuklinsky 1998 darlegte, dazu führen, daß kurzzeitige massive oder längerfristige geringe (=chronische) chemische Belastungen vom Körper nicht vertragen werden und zu Erkrankungen vieler Organsysteme führen, die vom schulmedizinischen System nicht erkannt werden.

Wenn wir uns die Menge der Selbsthilfegruppen ansehen, die entstehen, und deren Zahlen, dann ist es mehr erschreckend als erfreulich, das Hunderte von Menschen (noch) die Kraft finden, etwas zu unternehmen. Die Dunkelziffer wird sehr viel höher sein.
Einige Daten aus der Literatur finden sich auf der Seite der "MCS-Zeitung" der Würzburger Selbsthilfegruppe d
ort.

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Bislang

bekannte Auslöser für die Reaktionen, die das Krankheitsbild ausmachen,

können sein:

Innenraumgifte wie z.B. ausgasende Holzschutzmittel, Formaldehyd, Insektenvernichtungsmittel wie Pyrethroide, Tonerschädigung - insbesondere durch Laserdrucker und Fotokopierer, ausgasende Druckerzeugnisse u.v.m.
Besondere Belastungen durch die Wohnsituation (Schimmelpilze) wie z.B. Wohnen in (unmittelbarer) Nähe zu Industrieanlagen, usw.
Farben und Lacke, Farb- und Konservierungsstoffe in Nahrungsmitteln, Desinfektionsmittel, frische Druckerzeugnisse
Tabakrauch, Geruch von Gummi oder frischem Holz (Terpene), Duftstoffe in verschiedensten Produkten (Waschmittel, Seifen, Parfüm, Deodorants, Kerzen usw.) Bitumen (Teer), und anderes mehr

Diese Vielfalt ist die Ursache für die Vorsicht der meisten Kranken. Ein Verhalten, das nur zu oft sanktioniert wird. Dabei kann überall ein Auslöser für schmerzhafte, beeinträchtigende und andauernde Reaktionen lauern!

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Hilfe?

Häufig lässt sich durch Veränderungen im Wohnbereich ("clean room") und in der Lebensführung (Expositionsvermeidung ist DER wesentliche Faktor!) sowie einer medizinischen Diagnostik und Therapie durch kompetente Mediziner/Innen die Lebensqualität deutlich verbessern. Je nach Ausgangslage können diese unterschiedlich sein.
Siehe:
Therapie

Siehe auch:Hilfreiche Adressen AG Gesundheitspolitik

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