Wir sind eine Gruppe von Menschen, die
unter mehrfacher "Chemikalien Sensibilität"
leiden. "MCS" steht für "Multiple Chemical
Sensitivity" zu Deutsch: "Vielfache Chemikalien
Empfindlichkeit.
Diese Seiten dienen der Information und Kommunikation von
Menschen, die auch von Umwelt-Krankheiten betroffen sind.
Dafür haben wir uns zu einer Selbsthilfegruppe
zusammengeschlossen.
Unser Schwerpunkt liegt auf aktueller Information und gesundheitspolitischen Aktionen.
Am linken Rand (Frame-Version) und |
Chemikalien Sensibilität
ist eine komplexe Erkrankung mit Beschwerden an verschiedenen
Organsystemen des Körpers, die auf einer außergewöhnlicher
Empfindlichkeit auf unterschiedlichste Substanzen des täglichen
Lebens und der Umwelt basiert, und bei deren Zustandekommen Gifte
aus der Umwelt eine entscheidende Rolle spielen.
Eine ausführliche"MCS"-Definition hier,auch "T.I.L.T." genannt; oder Download
Die
, vor allem der in
ungeheurer Zahl und weitverbreitet vorkommenden Chemikalien wird
heute für eine Vielzahl von Erkrankungen diskutiert, z.B.:
Aufmerksamkeitsdefizit, Autismus, Allergien, Chronische
Erschöpfung, Depressionen, Fibromyalgie, Kinderlosigkeit, M.
Crohn, Krebs, Neurodermitis, Rheuma, Schilddrüsenstörungen,
Reizdarmsyndrom, Vasculitis, Verhaltensstörungen und andere.
Zu den neuen Erkrankungen, die sowohl schwer zu diagnostizieren
wie erklären sind, gehören das CFS - Chronic Fatigue
Syndrome = Chronisches Erschöpfungssyndrom und
die Fibromyalgie, auch Weichteilrheuma genannt. Die
Erkrankten bekommen die gleichen sozialen Schwierigkeiten
wie"MCS"-Kranke."MCS"-Kranke können
zusätzlich unter diesen Erkrankungen leiden, wie auch
CFS-Patienten die"MCS"-Empfindlichkeit entwickeln
können. Es gibt Überschneidungen bei den Ansätzen zur
Erklärung auf der Immunologischen Ebene.
CFS-Vereinigungen wehren sich allerdings gegen den
"pauschalen" Ansatz als einer
"Umwelterkrankung".
Zu den Umweltreaktionen kann man noch das sog. "Sick-building-syndrome"
rechnen, es hat viele Symptome wie "MCS", die sich aber
noch nicht chronifiziert haben, und damit auf den Ort der
Belastung (meist schlecht gelüftete Räume) beschränkt sind.
Es kann dem "MCS" vorangehen, da es auf dauernde
Belastungen durch die Umwelt hinweist.
Es wird als solches nur (an-)erkannt wenn von den Arbeitenden
mindestens 5 Personen betroffen sind.
MCS ist eine
besonders schwere Form einer umweltmedizinischen Erkrankung, weil
bereits durch kleinste Mengen unterschiedlicher Chemikalien akute
schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Diese
Reaktionen sind von einem "neuen Typ", der von der
Schul-Medizin nicht wahrgenommen wird. Die Reaktionen erfolgen
auf geringste Mengen, und verlaufen anders und oft länger als
"bekannte toxische" und allergische Belastungen.
Auslösende Substanzen finden sich in Nahrungsmitteln, Pflege-
und Reinigungsmitteln, in neuer Kleidung, im Leitungswasser, in
der Luft - also überall. Diese allgemeine Reaktivität leugnet
die Schulmedizin und stellt es als "psychisch"
vermittelt dar.
Klagen auch Sie über einige oder viele der folgenden Symptome, die trotz unauffälliger Standarddiagnostik und Behandlung immer wiederkehren?
Dann könnten auch Sie einer von geschätzten 1 Million"MCS"-Patienten in Deutschland sein.
MCS bedeutet
eine ungewöhnlich starke Empfindlichkeit gegenüber geringsten
Mengen chemischer, aber auch natürlicher Stoffe aus der
Umgebung.
Zu beachten ist, daß nicht jede Reaktion auf eine Substanz eine
gefährliche Chemikaliensensibilität ist. Es gibt andere
Reaktionen, z.B. Vergiftungen, Allergien verschiedener Formen,
aber auch Unverträglichkeiten, die ähnliche Beschwerden
verursachen, die wieder abklingen.
Anfang
Es sollten daher andere
schwere Erkrankungen vor einer Diagnose abgeklärt sein, um
erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten nicht zu übersehen,
dabei die Grunddefinition von "MCS" nach
CULLEN [1989] berücksichtigen:
Aus Erfahrungsberichten ist
zudem bekannt, dass nicht jeder"MCS"-Erkrankte auf die
gleichen Stoffe und auch nicht gleich reagiert!
Weiterführendes auf der Wissenschaft-Seite
Bei jedem von uns war entweder ein einmaliger oder der wiederholte (= chronische) Kontakt mit toxischen Substanzen der Auslöser für unsere Erkrankung.
Die Menge einer (lebenslangen) Aufnahme wird mit "body-load" (Körper-Belastung) laut "Klinischer Ökologie" bezeichnet. Je nach Dauer der Einwirkung (akut oder chronisch) und Toxizität des Stoffes, sowie dem Zustand der persönlichen Entgiftungsfähigkeit steigt die Body-load an bis zum "Überlauf", der nach diesem Modell die Krankheit bedeutet. Der Überlauf ist für jeden Menschen unterschiedlich, da die Wirkungen die Belastung ausmachen, nicht die schiere Menge.
8 Millionen
synthetische Substanzen sind in der Umwelt, jährlich kommen 3000
neue hinzu.
Deren Wirkung erfolgt aber nicht nur dort, wo sie eingesetzt
werden. So wirken die Hormone der Pille z.B. weiter im Abwasser,
die Pestizide von der Weide weiter in der Wurst. Diese
Umwege machen Substanzen nicht unwirksam! Die meisten
sind lebenslang in unserem gesamten Lebensraum, d.h. sie werden
nicht abgebaut - oder ihre Metaboliten (Abbauprodukte) sind dann
noch gefährlicher. Medikamenteninhaltsstoffe gehören
nachweislich dazu.
Es ist bewiesen, daß zumindest die bekannte Wirkung der
Substanzen bleibt. Dazu können noch Kombinations- und
biologische Wirkungen kommen. Z.B. Abbauprodukte (durch den
Stoffwechsel, die Leber), und folgend Antibiotikaresistenzen,
Allergenisierung, Akkumulation in Depots...
Anfang
Sollten Sie die
aufgeführten Beschwerden haben und in Ihrer Wohn- und
Arbeitswelt mit folgenden gängigen Chemikalien
intensiveren Kontakt haben, kann sich Ihre Suche darauf
konzentrieren:
diese haben in den letzten fünfzehn Jahren bei chronischer
Belastung besonders häufig zu schwerer Erkrankung geführt, es
sind
Eine Mehrfachbelastung ist ein wesentlicher Faktor, da erwiesen
ist, das eine chronische Vergiftung mit einem Gemisch an Stoffen
in viel niedrigeren Dosen (auch unterhalb der für unbedenklich
angesehenen einzelnen Grenzwerte) erfolgt.
Wesentlich ist auch die Kenntnis, dass im Körper manche Stoffe
Depots bilden, vornehmlich im Fettgewebe, aber auch in Knochen
wird z.B. Cadmium eingelagert.
Dagegen kann ein Pyrethroid nicht mehr nachzuweisen sein, aber
die Schädigungen am Nervensystem sind sehr wohl vorhanden!
Schadstoffe
wirken zweifach. Sie wirken als Gift direkt oder die
Folgeprodukte, und verursachen als solches direkt oder vermittelt
durch Störung des Stoffwechsels Schäden, und sie können als
Immunmodulatoren (auch als Teil natürlicher oder körpereigener
Partikel oder Moleküle - dann nennt man sie "Haptene")
wirken. Auch als Allergen können sie für vielfältige
Beschwerden in allen Körpersystemen verantwortlich sein und
einem das Leben vergällen. Allergien haben dadurch sehr stark
zugenommen.
Anfang
Betroffen von der
Problematik der Schadstoffe sind wir alle, jeder kann Symptome
entwickeln, aber es gibt Menschen, die offensichtlich
empfindlicher sind als Andere, weil z.B. ihre Entgiftungssysteme nicht so stark ausgebildet sind.
Zu den Risikopersonen gehören ganz besonders auch
Kinder, Schwangere, kranke und alte Menschen. Diese Risikogruppen
werden im allgemeinen nicht von den Statistiken erfaßt, da es
schwierig ist, sie zu erheben.
Bekannt ist, dass Auslöser durch die Kombination mit
Schadstoffen aus der näheren Umwelt mit toxischen Substanzen im
menschlichen Körper, wie z.B. Amalgam oder Palladium in
Zahnfüllungen, in ihrer Symptomatik verstärkt werden.
Das heißt nicht, dass
"MCS" etwas völlig Neues ist, oder gar völlig
unerklärlich.
Symptome solcher Prozesse sind der Schulmedizin seit langem bekannt,
und bei der Erweiterung des Wissens um das Immunsystem (genauer
der "Psychoendokrinoneuroimmunologie") wird der
Zusammenhang deutlich. Aus der Generalisierung der Erfahrung -
gewisse Medikamente, Gifte lösen etwas aus - kommt man zu Wissen
um Wirkung von Stoffgruppen und und aktiven Molekülteilen.
Nationale Zahlen über die Häufigkeit der
Umwelterkrankungen, denen man, wenn nach systematischer Erhebung
die Häufigkeitsverteilgung auch geographisch/klimatisch
aufgeschlüsselt wäre, auch eine Hypothese der Ursachen
entnehmen könnte, gibt es so nicht.
[Allerdings gibt es die (engl.) Studie unter der Leitung von Prof. Ashford
1994 "CHEMICAL
SENSITIVITY IN SELECTED EUROPEAN COUNTRIES"]
Es gibt Schätzungen einiger Autoren, die von bis zu 1% oder
auch bis zu 5% Kranke unter der Bevölkerung ausgehen.
Diese Zahlen entstanden u.a. aus den Beobachtungen von Fällen,
die 1989 bei der Renovierung der Umweltschützbehörde EPA der
USA auftragen. Viele Angestellte
der EPA wurden
krank, litten unter Atembeschwerden, sensuellen und kognitiven
Störungen und Schmerzen. Diese Störungen gingen bei den meisten
Erkrankten zurück und wurden unter dem
"Sick-Building-Syndrome" eingeordnet.
Bei etwa 5% von ihnen blieben die Beschwerden jedoch bestehen,
verschlimmerten sich teilweise noch. Das Beschwerdebild entsprach
dem von "MCS". Es ist anzunehmen, das diese Reaktion
auf genetischer Grundlage beruhen.
Die ungünstige Kombination von Entgiftungseigenschaften kann,
wie Dr. Kuklinsky 1998 darlegte, dazu führen, daß
kurzzeitige massive oder längerfristige geringe (=chronische)
chemische Belastungen vom Körper nicht vertragen werden und zu
Erkrankungen vieler Organsysteme führen, die vom
schulmedizinischen System nicht erkannt werden.
Wenn wir uns die Menge der
Selbsthilfegruppen ansehen, die entstehen, und deren Zahlen, dann
ist es mehr erschreckend als erfreulich, das Hunderte von
Menschen (noch) die Kraft finden, etwas zu unternehmen. Die
Dunkelziffer wird sehr viel höher sein.
Einige Daten aus der Literatur finden sich auf der Seite der
"MCS-Zeitung" der Würzburger Selbsthilfegruppe dort.
Bislang
können sein:
Innenraumgifte wie
z.B. ausgasende Holzschutzmittel, Formaldehyd,
Insektenvernichtungsmittel wie Pyrethroide, Tonerschädigung -
insbesondere durch Laserdrucker und Fotokopierer, ausgasende
Druckerzeugnisse u.v.m.
Besondere Belastungen durch die Wohnsituation (Schimmelpilze) wie
z.B. Wohnen in (unmittelbarer) Nähe zu Industrieanlagen, usw.
Farben und Lacke, Farb- und Konservierungsstoffe in
Nahrungsmitteln, Desinfektionsmittel, frische Druckerzeugnisse
Tabakrauch, Geruch von Gummi oder frischem Holz (Terpene),
Duftstoffe in verschiedensten Produkten (Waschmittel, Seifen,
Parfüm, Deodorants, Kerzen usw.) Bitumen (Teer), und anderes
mehr
Diese Vielfalt ist die Ursache für die Vorsicht der meisten Kranken. Ein Verhalten, das nur zu oft sanktioniert wird. Dabei kann überall ein Auslöser für schmerzhafte, beeinträchtigende und andauernde Reaktionen lauern!
Häufig lässt sich durch
Veränderungen im Wohnbereich ("clean room") und in der
Lebensführung (Expositionsvermeidung ist DER wesentliche
Faktor!) sowie einer medizinischen Diagnostik und Therapie durch
kompetente Mediziner/Innen die Lebensqualität deutlich
verbessern. Je nach Ausgangslage können diese unterschiedlich
sein.
Siehe: Therapie
Siehe auch:Hilfreiche Adressen AG Gesundheitspolitik
*
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Wir möchten nochmals betonen, daß Adressen der Links auf
unseren Seiten nicht unbedingt unsere Ansichten wiedergeben und
wir für deren Inhalte nicht verantwortlich sind.
Jeder Text hat einen Autor, der die Rechte daran besitzt! Texte sind nur zum privaten Gebrauch bestimmt!
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