Krankheitsmodelle

Modelle: Dieser Abschnitt
Einführung - Übersicht
Toxikologie - Entgiftungssystem
Neurotoxizität
T.I.L.T. - Gulf War Syndrome
Schutzmechanismen - Hitzeschockproteine - - Immunreaktionen
Co-Morbidität

Aus den Erkenntnissen der letzten 60 Jahre lassen sich Theorien entwickeln, die in der folgenden Übersicht aufgezeigt werden.
Dies sind meist multi-disziplinäre Ansätze, bei der viele Erkenntnisse verschiedener Fachrichtungen einfließen. Die Erkenntnisse der Toxikologie werden mit Wissen um neurologische Prozesse, um Gewebedegeneration erweitert, mit immunologischen Kenntnissen kombiniert.
Damit läßt sich ein Modell erzeugen, welches die vorhandenen Patienten- und Labordaten in einen Zusammenhang bringt.
Wir versuchen uns an kurzen Darstellungen. Für weiteres Verständnis ist es hilfreich, einführende Originalarbeiten zu lesen.
Auch können wir mit diesen Darstellungen nicht alle Kritik ausräumen.
Deutlich wird mit den Modellen jedoch, dass die Erkrankung existiert. Wenn nicht an Modellen gearbeitet wird und ein Phänomen geleugnet wird, stehen offensichtlich Interessen dahinter, die dieses Wissen aus bestimmten Gründen nicht zulassen wollen.



Kurze Übersicht des Aufgegriffenen:
  1. Überlegungen von Dr. C.Miller und Prof.N.Ashford zum -T.I.L.T.-Konzept
    Kurzfassung Text, eng., der diese neue Theorie von Krankheit bzw. ihrer Entstehung darlegt .
    T.oxicant I.nduced L.oss of T.olerance
    "Schadstoff-ausgelöster Verlust der Verträglichkeit"
    Bei jedem Kranken war entweder ein einmaliger oder der wiederholte (chronische) Kontakt mit toxischen Substanzen der Auslöser, "Trigger", für unsere Erkrankung.
    Pyrethroide z.B. hinterlassen auch bei chronisch niedrig dosierter Belastung typische Schäden, selbst wenn sie im Körper nicht mehr nachweisbar sind. [Prof.Müller-Mohnssen,96]
    Diese Erkenntnisse finden sich im Modell von Dr. Claudia Miller wieder. Sie postuliert einen neuen Krankheitsmechanismus, ähnlich der Theorie der Infekte durch Bakterien.
    Dieser Prozeß soll in zwei Phasen ablaufen,
    1. der Sensibilisierung durch einen "Trigger" genannten Auslöser. Dann kommt die Phase
    2. eine folgende Reaktion auf diverse Auslöser.
    So ein Mechanismus ist in der Schulmedizin nicht bekannt. Daher wird es als neue Theorie gesehen.

    Hier findet sich eine weitere Übersicht TILT.
    Eine Übersicht der Zusammenhänge des "Gulf War Syndrome"

  2. Konzept des "Body-load", Toxische Belastungen laut Orthomolekularer Medizin, (Ausführung unten)
  3. über physiologische Krankheitsvorstellungen der Klinischen Ökologie,
    z.B. die Pyrollurie (ein Zink/B6-Mangel; bis zu Symptomen ähnlich einer Schizophrenie), Entgiftungssystem
  4. und Untersuchungen zur Neurotoxizität von Prof. Raymond Singer (Homepage);
    bei dieser treten u.a. auch "psychische" Symptome auf!
    (s.Texte). Einfluß auf Hirnstrukturen, z.B. Limbisches System: "limbic-kindling" ist ein Prozeß, bei dem ein einmaliger Reiz durch die Verarbeitung im Hirn generalisiert wird - dieser Mechanismus ist durch Tierversuche bestätigt;
    dazu die Hirnstoffwechsel-Untersuchungen mittels PET von Dr.HEUSER (Signifikante Unterschiede in den Bildern MCS-, CFS- und Depression-Erkrankter), in Deutschland auch von Dr. HÖRR, Plochingen, durchgeführt.
    Bildgebende Verfahren werden auch bei bekannten Vergiftungen eingesetzt; Untersuchungen von FABIG, Hamburg, zu Dioxin.
  5. die Kenntnisse über die Histamin-Intoleranz von Dr.R.Jarisch [Thieme, 1999],
    die Grundlage vieler Reaktionen auf Belastungen, u.a. Allergien, "Pseudo-allergien", Unverträglichkeiten (Käse - Fisch - Fleisch ("Leichengift" - auch Histaminerg) - Wein u.a. Nahrungsmittel, aber auch Medikamente und Stress.
    Dabei liegt das Problem grundsätzlich im Körper, der nicht genügend Enzyme(DAO - Diaminooxidase) zum Abbau des Histamin herstellen kann, entweder toxisch (Menge der Belastungen) oder physiologisch bedingt: Alkohol aber auch viele Medikamente hemmen die DAO ["DAO-Hemmer", s. Beipackzettel!]. Wegen des Mangels gelangt Histamin über den Darm ins Blut und löst eine Vielzahl von Reaktionen aus; dabei addieren sich die Histaminquellen, Pollen und Wein und Fleisch wirken stärker als einzeln. Problematisch wird, das andere "biogene Amine" ebenso von DAO abgebaut werden - und sie bei größeren Mengen blockieren. Dadurch können auch geringe Mengen von Histamin aus der Nahrung Wirkung zeigen.
    Es gibt auch den Mechanismus der Histaminliberation aus den körpereigenen Mastzellen, das ebenso die klinischen Raktionen erzeugt; dies sind z.B. Erdbeeren, Zitrusfrüchte, aber auch emotionale Prozesse, oder Temperaturwechsel.
    Histamin wirkt je nach dem Vorkommen entsprechender Rezeptoren [H1, H2] im Gewebe.
    Aus den Erkenntnissen läßt sich eine Therapie auf diese Art von "Allergien" ableiten:
    Vitamin B6 ist ein Cofaktor für die DAO, Vitamin C führt zu oxidativem Abbau von Histamin, Sauerstoff (O2) widerwirkt der Hypoxie, ein Puffersalz ("Trisalz" CaCO3+NaHCO3+KHCO3) löst die entstehende Übersäuerung durch O2 Mangel und Immunprozesse auf. Zufuhr dieser Stoffe in verträglichem Maße kann helfen.
    Ersetzt nicht die Meidung!
  6. die Ableitung des Krankheitsverlaufes auf der Basis nicht infektiöser Gefäßschädigungen [(Prä-)Vaskulitis ] und Generalisierung immunologischer Prozesse (Aktivierung des Filamentsystem der Blutgerinnung führt zu Störungen der Mikrozirkulation in den Kapillaren: RAYNAUD); Dr. G. Schwinger: Artikel zu Vaskulitis , Thrombosen und immuntoxische Effekte auf SAFER-WORLD
    alle Vorgänge lassen sich aus bekannten und neueren Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin erklären!
    Der abzurufende Vortrag über Vaskulitiden von Dr. med. Ulrich Faber, 2000, gibt einen (Schulmedizinischen) Einblick.
    Basis ist die Kenntnis der Mechanismen der Hitzeschockproteine , ihrer Schutzwirkung des Körpers durch die Konformationsänderung; das Zusammenbrechen dieses System ist bei BSE zu beobachten oder "CJD". Dazu finden sich Artikel bei Safer-world, dazu Info über Chaperone
  7. die Immunologischen Untersuchungen von Bartram e.a.
    [Ztschr.f.Umweltmedizin,2002]
  8. Ebenso die Forschungen von Dr. Poesnecker (zu seiner Homepage) zu (endokriner) Chronischer Erschöpfung, Immunstörungen und dem entglittenen Streßregelkreis.
    eine deutsche Zusammenfassung hier! -
  9. Ausführungen über Erschöpfung und Empfindlichkeit durch Immunsystem-Entgleisung, RNase-L & CFIDS [Suhadolnik deMeilleir Cheney]



Wir finden hier auf Teilsysteme bezogene Belege für Schädigungen durch nicht-infektiöse Einwirkungen. Bausteine, deren gemeinsame Basis das Ausmaß der Schädigungen und die zukünftige Gefahr andeuten. Dies kann in den folgenden Fachbereichen zusammengefaßt und dargestellt werden. Die Verbindung ergibt sich über die Wirkorte bzw. Funktionsmechanismen. (Enzyme und Alkohol in der Leber; Alkohol und Abbauprodukte im Hirn oder Darm).
Es folgen ausführlichere Darstellungen mit weiteren Links.

Toxikologisch

Die Toxikologie untersucht Wirkmechanismen - nicht allein Dosisbeziehungen. Nur so ist zu erklären, warum ein Stoff toxisch ist. Sonst würde Blei ja erst ab "Kaliber 22" akut 'toxisch' wirken...

Bereits kleinste Mengen unterschiedlicher Chemikalien führen zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
"Gifte" schaden durch die Störung der Interaktion von lebenden Zellen, deren Aufnahme von Gasen (Sauerstoff) oder Flüssigkeiten. Wenn sie nicht sofort zerstörerisch wirken, erscheinen sie dem Körpergewebe als Hormon oder als Baustoff durch Ähnlichkeiten in der molekularen Struktur Sie wirken dann aber schädlich, weil sie wegen der Abweichungen nicht die notwendigen, erwarteten Eigenschaften haben. Sie lösen unangemessene Reaktionen des Körpers aus; z.B. Histaminausschüttung durch aktivierte Mastzellen erzeugt Pseudoallergien - ohne "Anlaß".
Quecksilber wirkt besonders in Nervenzellen - DAUNDERER beschreibt die vielfältigen und diffusen, aber signifikanten Symptome.
Holzschutzmittel und Pyrethroide - Wirkungen sind altbekannt.
Neuer sind die Immunologischen Wirkungen: aus der AIDS-Forschung ist bekannt, bei Erkrankten sind die sog. TH2 Lymphozyten vorherrschend.
Im Zusammenhang ist es unter Empfindlichkeit durch Immunsystem-Entgleisung, RNase-L & CFIDS [Suhadolnik Meilleir Cheney] dargestellt. Eine mögliche Therapie wäre das Balancieren des Immunsystems. Aber auf jeden Fall müssen bekannte Belastungen wie Wohngifte eliminiert werden!

Gängige Chemikalien, die in den letzten fünfzehn Jahren besonders häufig zu schwerer Erkrankung geführt haben, sind Holzschutzmittel, Pyrethroide, Formaldehyd, und Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Quecksilber und Zinn aus Amalgamfüllungen.
Chemikalien finden sich in Nahrungsmitteln, Pflege- und Reinigungsmitteln, in neuer Kleidung, im Leitungswasser, in der Luft, also überall.

Alle diese Stoffe gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten, seit dem Entstehen der Chlororganischen Chemischen Industrie in den 50er Jahren, der starken Zunahme des Autoverkehrs und den fundamentalen Veränderungen in der Landwirtschaft. Es bedeutet, daß unser aller Organismus erst seit sehr kurzer Zeit mit einer ungeheuren Menge an für ihn zunehmend fremden Stoffen konfrontiert wird, die die Entgiftungsfähigkeit unseres Körpers maximal beanspruchen. Alle diese Stoffe wurden nie auf ihre Verträglichkeit am Menschen untersucht. Es sind Zeitbomben, die nach Jahren z.B. zu MCS führen können
8 Millionen synthetische Substanzen kennen wir, mehr als 100000 sind im Handel, jährlich kommen 3000 neue hinzu.
Deren Wirkung erfolgt nicht nur dort, wo sie eingesetzt werden.
So wirken die Hormone der Pille z.B. weiter im Abwasser, die Pestizide von der Weide weiter in der Wurst. Diese „Umwege“ machen die Substanzen nicht unwirksam!
Auch und gerade beim möglichen Abbau entstehen Zwischenprodukte, die ebenfalls toxisch wirken. Die meisten sind lebenslang in unserem gesamten Lebensraum. Medikamenteninhaltsstoffe gehören auch dazu.
Die Menge der (lebenslangen) Einwirkung wird mit "body-load" (Körper-Belastung; ein Konzept der Klinischen Ökologie) bezeichnet. Je nach Dauer (akut oder chronisch) und Toxizität des Stoffes, und dem Zustand der persönlichen Entgiftungsfähigkeit steigt die Body-load an bis zum "Überlauf", der die Krankheit bedeutet.
Ein passender Artikel: Umweltmedizinische Erkenntnisse sind Prävention

Schadstoffe wirken zweifach. Sie wirken als Gift und verursachen als solches Schäden, und sie wirken als Allergene.
Wenn sie zu klein für allergische Strukturen (Aminosäuresequenzen in Proteinen, Ziel von Antikörpern des Menschen) sind, wirken Schadstoffe nach Anlagerung an andere Substanzen als "Haptene", das sind "Allergieerzeuger" bei -relativ- unkritischen Substanzen, z.B. Ruß auf Pollen; d.h. auf dem Land reagiert ein Städter nicht auf die Pollen, die ihn in der Stadt reizen; dadurch kann eine Sensibilisierung stattfinden!
Als Allergen können sie für vielfältige Beschwerden in allen Körpersystemen verantwortlich sein und einem das Leben vergällen. Allergien haben sehr stark zugenommen. Jedes 4. Kind hat Allergien, jedes 10. Kind hat Asthma. Alle 90 min stirbt ein Mensch an Asthma!
Dazu kommen Feinststäube "PM2,5", die wegen der geringen Größe von der Lunge in alle Gewebe eindringen können, Herzinfarkt und Lungenkrebs auslösen - eine lang verkannte Gefahr. (s. Studien der Harvard School of Public Health, Brigham Young University)
Hier ein Übersichtstext mit Quellen
Im Wissenschaftsmagazin "LOGO" des NDR wurde am 23.03.03 über das Allergieforschungszentrum Borstel bei Hamburg berichtet. In Zusammenarbeit mit der Uni Lübeck fand man heraus, das Allergien (auch) durch "Bahnung" entstehen, durch vorher erfolgte Entzündungen (durch Bakterien). Als Beispiel wurden Chlamydien-Infektionen (Klasse der Zellparasiten) dargestellt, die einer Asthma-Erkrankung vorangehen. Ähnliche Mechanismen werden auch bei CFidS diskutiert!

Biologische Schutzmechanismen
Die Zelle hat Mechanismen, auf Stress - hier als Belastung in weitem Sinne gemeint "Physiologischer Stress", sich schützend zu reagieren. Unter "Stress" ändert sich das Milieu der Zelle und damit werden ihre Einzelteile anderen Bedingungen unterworfen, die am Beispiel der Proteine zu "Konformationsänderungen" führen. Diese Strukturänderung hat fatale Folgen, da ein Knäuel eine andere Form und auch Funktion hat, als ein Strang. Eine Schutz-Funktion davor erfüllen "Hitzeschockproteine", auch "Chaperone" genannt.
Durch Schadstoffe sind aber auch diese Strukturen gefährdet, da sie mehr in Anspruch genommen werden und die eigentliche Aufgabe nicht erfüllen können. Z.B. wird die "Prionen-Erkrankung" BSE als Folge diskutiert - dort "entstrukturieren" sich Proteine in Nervenzellen und zerstören sie.
Siehe auch Immuntoxische Effekte. Dies steht in Zusammenhang mit den Entgiftungssystemen.

Entgiftungssysteme

Betroffen von der Problematik der Schadstoffe sind wir alle, jeder kann mit der Zeit Symptome entwickeln, doch es gibt Menschen, die empfindlicher sind als Andere, weil z.B. ihre Entgiftungssysteme [ein von der Arbeitsmedizin geleugnetes Indiz] nicht so stark ausgebildet oder geschädigt sind. Zu den Risikopersonen gehören auch Kinder, Schwangere, kranke und alte Menschen.
Für Interessierte hier eine Beschreibung der Entgiftungs-Vorgänge in der Zelle am Beispiel des Coffeins:
Allgemeine Detoxifikation Uebersicht, nach Dr. Bieger,München. Hinweis auf "Polymorphismen" (unterschiedliche Ausprägung) der Gene von Dr. Kuklinsky.

Häufig werden Auslöser durch die Kombination mit Schadstoffen aus der näheren Umwelt mit toxischen Substanzen im menschlichen Körper, wie z.B. Amalgam oder Palladium in Zahnfüllungen, in ihrer Symptomatik verstärkt.
Die Forschung steht erst am Anfang, nur Teile des Systems sind bekannt. Eine Entwarnung kann daher nicht gegeben werden.

In einigen Fällen beginnt eine Umwelterkrankung mit allergischen Symptomen. Das entwickelte Krankheitsbild kann weit darüber hinausgehen.

Wird erweitert...

Neurotoxizität

Das Hirn ist ein sehr empfindliches Gewebe mit diversen Bereichen und vielen Transmittern.
Durch die Hirnhäute, die die Blut-Hirn-Schranke aufbauen, ist es normalerweise gegen äußere Einflüssen geschützt.
Kanadische Homepage mit Definition Toxizität und Neurotoxizität.
Wird ausgeführt...
Eine Literaturliste dazu TXT.

Die Psychologie greift jedoch diese Neurologischen Phänomene nicht auf. Dieter E. Zimmer, der bekannten Wissenschaftsjournalisten, schrieb das Buch "Tiefenschwindel", in dem er die Fehler der Freud'schen Psychologie aufzeigt. Es gibt durch großangelegte Studien keinen statistischen Beleg für die Hypothesen des Einflusses der Familie oder Anderem. Diese Theorie wird jedoch weiterhin gelehrt.
Dagegen liegen allein über Drogenwirkung Daten vor, wie sehr chemische Substanzen das Gehirn beeinflussen. Schon in populären Fernsehberichten [BBC] werden Untersuchungen präsentiert über die Einflüsse geringer Schäden und Chemikalien, die auch für die "Schulmedizin" bekannt sind.
Zur Unhaltbarkeit der beliebten Psychothese bei MCS Dr. T. Merz.
Was wäre, wenn sich die ganzen psychischen Erkrankungen als einfache, biologische, wenn auch individuell modulierte Empfindlichkeiten auf toxische Chemikalien erweisen, als einfache Erklärung für psychische Erkrankungen - nicht Familienstrukturen.
Wer wird die Opfer dieser Irrlehre um Vergebung bitten?

Gulf War Syndrome

1991 griffen die Amerikaner mit Soldaten anderer Länder den Irak an, der Kuwait besetzt hatte. Ungeachtet der rechtlich uneindeutigen Lage wurde die Armee des Iraks mit der modernsten Waffentechnik geschlagen.
Für diesen Einsatz wurden die Soldaten der Alliierten mit Impfungen vorbereitet, da man befürchtete, dass der Irak chemische Waffen einsetzen könnte.
Nach dem Feldzug mit über 550 000 Alliierten traten bei etlichen Soldaten Gesundheitsstörungen auf. Über 180 000 beantragten danach die Anerkennung der Wehruntüchtigkeit aufgrund gesundheitlicher Störungen. Die Ursachen sind neueren Erkenntnissen nach auch in der Verwendung der Uran-haltigen, radioaktiven Munition zu sehen. Etwa 10% haben Symptome, die mit dem "Gulf War Syndrome" assoziziert sind. Über 9000 sind auch laut eines Berichtes auf ARTE am 12.03.03 schon gestorben!
Auch diese Krankheit rief die Psychologen und Vertreter der Psychosomatik auf den Plan: "Erschöpfung" war allerdings das einzige Symptom, das ihnen etwas sagte; die anderen wurden einfach ignoriert.
Dabei gibt es schon Erklärungen dafür:
Die Studie Der GWS-Report des "CDC" ist wie andere Texte unter Download zu finden.
Nach etlichen Untersuchungen ergaben Studien einen Zusammenhang der angewandten Chemikalien mit den Gesundheitsstörungen. Dieser Wirkmechanismus dient als ein Modell auch für "MCS".
Dr. C. Miller entwickelte daraus einen Fragebogen, der in einer Skala mit hoher Signifikanz die einzelnen Gruppen Erkrankter wie auch Gesunder voneinander unterscheiden kann. Danach sind auch GWS und MCS unterschiedlich. Beide unterscheiden sich darüberhinaus signifikant von Erkrankungsmustern auf "psychischer" Grundlage.
[Fragebögen zur Aufdeckung komplexer toxischer Wirkungen sind nicht neu: zu Pyrethroiden erstellte Prof. Müller-Mohnssen eine Darstellung mit über 100 verschiedenen Faktoren. Auch die Umweltambulanzen in D versuchen sich an diesem "Problem"; allerdings finden sich auf 60 oder mehr Fragebogen-Seiten offensichtlich nur Bezüge zu "psychischen Störungen"].
Das folgende Zitat aus einem Aufsatz fasst die Kenntnisse zusammen.

Auszug: "Bei zirka 17.000 Golfkriegsveteranen traten Beschwerden auf, die auch beim MCS bekannt sind: Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Gedächtnis- und Denkstörungen, Probleme bei der Planausführung, Störungen der Koordination von Bewegungsabläufen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, gastrointestinale Beschwerden.
Bei ihrem Einsatz waren die Soldaten Gasen und Rauch aus militärischen Operationen, Rauchgasen aus brennenden Ölquellen, Dieselabgasen immer im Kontext mit Vernichtungsangst durch Angriffe mit biologischen und chemischen Kampfstoffen ausgesetzt und hatten Kontakt mit toxischen Anstrichen und Farben, Pestiziden und wurden mehrfach immunisiert. Die vermuteten Zusammenhänge der MCS-Erkrankung mit der prophylaktischen Gabe von Pyridostigmin als Antidota gegen Nervengas und Pyrethroiden (Permethrin) und/oder DEET (N,N-Diethylin-toluamid; einer als Repellent gegen Ungeziefer in großem Umfang seit langem bei der Armee eingesetzten Substanz) wurde zwischenzeitlich in Tierversuchen bestätigt. (Abou-Donia et al. 1996)
Die gleichzeitige Verabreichung von Pyridostigmin und Permethrin bewirkte in Dosen, die für sich allein nur eine geringe beziehungsweise kaum erkennbare Wirkung zeigten, eine erhebliche neurotoxische Wirkung, die beim Zusatz einer dritten Substanz (DEET) sogar noch gesteigert wurde.
Pyridostigmin schützt durch reversible Carbamylierung die Acetylcholinesterase vor Organophosphorverbindungen im peripheren Nervensystem und bewahrt das Enzym vor einer irreversiblen Inaktivierung durch Nervengas. Gleichzeitig aber werden durch die schützende Carbamylierung auch andere Esterasen (Butyrylcholinesterase) im Blut gehemmt und der Abbau von Permethrin verringert.
Dadurch kommt es zu einer Anreicherung und erhöhter Schädigungswirkung in seinem Zielgewebe, dem Nervensystem.
Pyridostigmin (Carbamat) und Phosphorsäureester, die in Kombination mit Pyrethroiden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, sind hinsichtlich ihrer biologischen Wirksamkeit weitgehend gleichzusetzen, der einzige Unterschied besteht darin, dass Phophorsäureester im Gegensatz zu dem Medikament Pyridostigmin irreversibel an die Acetylcholinesterase binden.
Daher ist bei gleichzeitiger Exposition mit Pyrethroiden und Phosphorsäureestem ein stark erhöhtes Gefährdungspotential für den Menschen zu erwarten. Bekannt ist, dass es bei gleichzeitiger Verabreichung von Phosphorsäureestern und Permethrin im Gehirn von Ratten zu höheren Permethrinspiegeln kommt. (Marel et al. 1982) Da sich die Arbeitsgruppe um Kurt (Abou-Donia et al. 1996) insbesondere mit den Wirkungen von Phosphorsäureestern beschäftigt, werden in Zukunft sicher noch weitere Ergebnisse zu erwarten sein dürfen, was die schädlichen Kombinationswirkungen bei gleichzeitigem Sprüheinsatz von Phosphorsäureestern und Pyrethroiden anbelangt.

Aus diesem gegenwärtigen Wissensstand ergibt sich, dass
1. Mischexpositionen ein bisher ungeahnt größeres Gefährdungspotential besitzen und dass
2. Individuen mit niedriger Plasmaesteraseaktivität gegen neurotoxisch wirkende Substanzen besonders empfindlich sind. Des weiteren besitzt der Körper offensichtlich die Fähigkeit, nach einer stattgefundenen Vergiftung unsere Wahrnehmungsfähigkeit auf eine viel höhere Empfindlichkeit und Reaktionsbereitschaft "umzuschalten" damit die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft einem ähnlichen Übergriff durch Vergiftung zum Opfer zu fallen, möglichst klein gehalten wird. "

[Zitiert aus: Das Multiple Chemikaliensyndrom, Dr.med. U.Gagelmann; 2002]

Darüberhinaus sind die Ölquellenbrände mit Abgasen und Resten von Kohlenwasserstoffen zu bedenken. Und nicht zu vergessen, die Munition aus "abgereichertem" Uran, die Strahlenschäden bei den Irakern verursacht, Krebs, die nächsten 4 Millionen Jahre noch.


Hitzeschockproteine - Chaperone - Prione

"Mit Hilfe spezifischer Proteine gelingt es den Zellen aller Lebewesen einschließlich des Menschen, sich gegen schädliche und lebensgefährliche Einwirkungen zur Wehr zu setzen und zu schützen. Strukturen und Funktionen dieser Hitzeschock- bzw. Streßproteine wurden mittlerweile weiter erforscht. Dabei zeigte sich, daß diese (früher völlig unbekannten) Proteine nicht nur als Müllabfuhr bei Stoffwechsel-Abfall (zum Beispiel im Hirn) lebenswichtige Aufgaben erfüllen, sondern auch die Blutgefäße und andere Strukturen vor gefährlichen thermischen, physikalischen, chemischen, traumatischen oder anderen unphysiologischen Einflüssen bewahren und dazu auch noch ganz entscheidende Wächterfunktionen im Metabolismus und Wachstum innehaben. Als Garanten des Lebens dürften diese Eiweiße so alt sein wie das Leben selbst."
© Schwinger-Tschanz (A.D. 2000), Swiss/Germany, Independent tox-doc-information
Wird ausgeführt...

Artikel bei Safer-world, darüberhinaus Info zu "Chaperone"


Immunreaktion - RNase-L und Störungen der Physiologie

Der Arzt Dr. Cheney arbeit seit langem mit CFS-Erkrankten. Er greift in seinen Vorträgen Forschungen von SUHADOLNIK und DEMEILLEIR auf:
danach findet im Körper bei einem Virusinfekt die Aktivierung der RNase statt. Dieses Enzym zerstört RNA; RNA-Viren schicken bei einem Infekt die RNA in den Zellkern, wo nach Einbau in die DNA (durch die "reverse Transkriptase") daraus Virenteile produziert werden. Eine zweckmäßíge Abwehr ermöglicht die körpereigene RNase - wenn diese Enzyme nach einer Zeit mit den Viren auch wieder deaktiviert werden können durch körpereigene Kontrollmechanismen.
Denn die Körperzellen produzieren ebenfalls RNA. Diese wandert vom Zellkern in die Zelle und codiert die Produktion von Proteinen - Körperbaustoffen und Enzymen.
Wenn also die RNase arbeitet, unterscheidet sie nicht zwischen Viren- und Zell-RNA. Der Stoffwechsel der Zellen wird gestört. Daher sind wir auch schwach und krank bei einem Virusinfekt.
Nun gibt es offenbar eine zweite Form dieser RNase, die sogenannte "L"(leichte)-Form. Diese ist stabiler als die normale Form. Sie bleibt stabil über die Anwesenheit des Virus hinaus, denn sie wird nicht durch den körpereigene RNAse-L-Inhibitor gestoppt. Das führt zu einer dauerhaften Störung des Stoffwechsels, da Enzyme etc. nicht mehr normal produziert werden - alle Proteine erfüllen wichtige Aufgaben im Körper.
Das Immunsystem des Körpers erhält über die Anwesenheit der RNase-L die Botschaft, es seien noch Viren vorhanden. Die B-Zellen des Immunsystems erhalten die Information, daß der Virus nicht vernichtet ist, und produzieren weiterhin Antikörper.
Es müßte jedoch ein "Umschalten" auf die Zelluläre Abwehr (T-Zellen) erfolgen, damit die befallene Zellen durch Körpereigene Mechanismen vernichtet würden.

Vor 15 Jahren wurde nämlich erkannt, dass es nicht nur B- und T-Lymphozyten des Immunsystems gibt, sondern letztere in zwei Formen vorliegen, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. TH1 Zellen sind allein zuständig für intrazelluläre Bakterien,Mycoplasmen , Tumorzellen, Viren. Dem Vorherrschen einer Art der Lymphozyten geht ein Umschaltung des Immunsystem auf die TH2 Reaktion voraus. Gesunde pendeln in den Zuständen hin und her. Wenn aber eine Überbetonung der TH2 vorliegt, werden B-Lymphozyten angeregt, AntiKörper zu produzieren.
Zellinterne Erreger werden dagegen nicht mehr bekämpft.
Ähnliches passiert bei Tumoren. -

Diese Stressreaktion der Zellen/ Gewebe auf Toxine/Signale bedingt eine Umschaltung des Sauerstoffatmens (oxidative Phosphorylierung) zur "Glykolyse" (anaerobe Milchsäureproduktion). Diese typische Stressreaktion führt zu "Hypoxie" (Sauerstoffmangel) im Gewebe, und fördert dazu die anaerob(Sauerstofflos) lebenden Erreger (im Körper). Eine "Abrufstörung von Sauerstoff" kann man dazu sagen, denn im Blut ist genug O2, jedoch kann die Zelle damit nichts anfangen, sie bleibt unter Stress bei anaerober Atmung. Die Atemfrequenz sinkt, dadurch soll es dann zu "Aussetzern" kommen, die man "Schlafapnoe" nennt.
"Nur bestimmte Medikamente überlasten TH1" z.B. Antibioka wie Cotremoxazol (Wirkstoff), "Baktrem oder Cotrem". Aber auch Ernährung, stressige Lebensweise, das Übliche, üben einen Einfluß auf.
Das macht die Schilderungen vieler CFS-Patienten so bedeutsam, durch einen "Cocktail" von emotionalen Stress, Krankheit und Umweltbelastungen in die andauernde Erschöpfung gerutscht zu sein, die durch die Hypoxie, die sehr verringerte Energieausbeute ihres Stoffwechsels durch anaerobe Zellatmung erklärt werden kann.

So haben wir einen Zustand, der dem Körper eine Infektion suggeriert. Der Körper wird überschwemmt mit Antikörpern, die damit die Immunzellen stimulieren. Daher sollen Allergien und allergische Reaktivität rühren.
Der Körper ist dauernd mit der Abwehr belastet, kann darüberhinaus auch nicht die normalen Aufgaben, wegen der universellen destruktiven Eigenschaft der RNase-L, erfüllen.
Daher rührt die Erschöpfung, die unter dem Begriff "CFS" gefaßt wird.
Wir sehen dies als universellen Prozeß, der nicht auf eine Diagnose bezogen ist, sondern in seiner Breite vielfältige Symptome erzeugt. Eine Hypothese ist, das bestimmte Chemikalien einen besonderen Stress und damit besondere Symptome erzeugen. Auch denkbar ist, das individuelle ("gebahnte") Reaktionswege das (individuelle) Krankheitsbild "ermöglichen".
In kurzer Zeit wird der Körper, da nun auch die E(ntgiftungse)nzyme in der Leber weniger werden, und bei der Verdauung nicht mehr alle notwendigen Stoffe aufgenommen werden können, mit den Giftstoffen nicht mehr fertig. Es kommt zu einem "Etagenwechsel": Störung des ZNS treten auf.
Es tritt bzw. kann auftreten eine zunehmende Empfindlichkeit als Folge der Reizung. So kommt es zu der Sensibilität auf diverse Substanzen, u.a. "Autoimmunprozesse".
Diese Empfindlichkeit zeigt die gleichen Symptome wie "MCS"!
Der Mechanismus der RNAse-L soll auch durch Zellparasiten, wie Chlamydien oder Mycoplasmen ausgelöst werden. Diese werden oft bei CFS-Kranken gefunden.
Ein populärer Text dazu mit Ausführungen hier
Die Originalarbeit findet sich in: Englebienne/deMeirleir, CFS:A Biological Approach, CRC Press 2002, ISBN 0849310466, 97,93EUR
Dazu können wir natürlich noch die anderen beschriebenen Immunreaktionen nehmen; Histaminintoleranzreaktionen durch falsche Nahrung - oder Vitaminmangel (B6).
Die Stoffwechselprodukte von Bakterien bei Entzündungen ergänzen die Belastungen...

Zu Immuntoxischen Effekte bei MCS/TILT.

Weitere Differenzierungen wurden im Text nicht ausgeführt - es fehlt der Zusammenhang zu den Unterschieden in der Empfindlichkeit und der Ausprägung der Erkrankung.
Auch sind die Prozesse der Autoimmunerkrankungen nicht weiter verfolgt: dabei entwickelt der Körper Antikörper gegen das eigene Gewebe, was normalerweise ausgeschlossen ist. Es gibt z.B. Reaktionen gegen Zellen der Bauchspeicheldrüse, wie auch genereller gegen Muskelzellen. Am bekanntesten ist wohl der (systemische) Lupus erythematodes; entwickelt aus Reaktionen auf die eigene DNA (Erbsubstanz).
Es wird u.a. vermutet, dass diese Reaktion durch Stimulierung der Abwehr durch körpereigene Substanzen nutzende Erreger (Mimikry) oder auch Kreuzreaktionen mit Fremd-Proteinen zu körpereigenen entsteht.



Co-Morbidität - Krankheiten, die vor, mit, und durch Umwelterkrankungen auftreten

Die kurze Darstellung einiger Krankheitsbilder und Einflußfaktoren, die Auswirkungen auf unseren Zustand haben/hatten;
darunter fallen Wirkungen von Amalgam-Zahnmetallvergiftungen u.a. toxische Belastungen, Borrelien, Würmer, Viren, Mykosen, und andere unliebsame Körpernutzer...(Parasiten).
Psychische Faktoren sollen nicht ausgegrenzt werden - entstehen jedoch durch Interpretation und Behandler.
Zu bedenken ist, dass die Krankheitsbilder schleichend ineinander übergehen (können); die Immunologischen Reaktionen, die bei einem den Lupur erythematodes verursachen lassen den anderen an Herzinfarkt oder Hirninfarkt sterben.

Sammlung opportunistische Infekte - Erreger, die erst nach der Schädigung des Immunsystems, der Reduzierung der körpereigenen Abwehr auftreten (können), wie Pilze und rezidivierende Viruserkrankungen, die das Immunsystem normalerweise unterdrücken kann.


Keine Frames?:


top-statistik.de - Die Profi Statistik --------------------------------
IGWE e.V. 2002. Alle Rechte vorbehalten
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 31.9.2003.
Wenn Sie feststellen sollten, dass etwas nicht richtig funktioniert oder etwas fehlerhaft dargestellt wird, mailen Sie bitte umgehend unserem WebMaster.