Was die Wissenschaft dazu sagt...

Theorien und Erklärungen

Diese Seite:
Prolog - Auseinandersetzungen
Empfindlichkeit - Modell-Übersicht
Synonyme - ICD-Klassifizierung
Wissenschaftliches Arbeiten - Arbeitskreis
Therapien -
Patientenleid - Gesundheitspolitik

Die Wissenschaft schreibt meist englisch. Und das lesen nicht nur Kranke schlecht, sondern offensichtlich auch deutsche Wissenschaftler ungern. {z.B. Dr.Eis'(vom RKI) Kommentar zu REAs Werk, dass er nicht vollständig darstellen mochte..}
Soll heißen, es liegen schon mindestens seit den 50er Jahren - und nicht nur in den USA - Daten und Untersuchungen über die Wirkung von Chemikalien auch in sehr geringen, "minimalsten" Dosen unterhalb der variierenden, wirtschaftsorientierten Grenzwerte vor.[CARSON 1962]
Studien, die hierzulande "vermißt" werden, wurden auch erstellt, mit hohen Teilnehmerzahlen, die einen Zusammenhang von Symptomen, Exposition und physiologischen Prozessen beweisen. [MASCHEWSKI 1996; führt 400 davon auf.*2]
In Oldenburg z.B. untersucht den Zusammenhang "kombinierter toxischer Wirkungen" von Chemikalien unterhalb der Grenzwerte Frau Professor I.Witte.

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Trotzdem gibt es eine Auseinandersetzung, wie wir wissen, viele erfahren haben und erleiden, mit mehreren Fraktionen, die ideologisch statt wissenschaftlich geführt wird.

Arbeitsmediziner, klassische Toxikologen vermissen das Dosis-Wirkungs-Prinzip;(dagegen [WASSERMANN 1998]) da sie nichts anderes kennen wollen, leugnen sie die Existenz des Phänomens.[Dazu siehe die Kritiken von Dr. T. Merz, Texte]
Sie sind auch eher mit Gesetzen als mit medizinischer Praxis vertraut.
Und überweisen die Patienten, wenn sie nicht selbst klassisch provozieren, zur anderen Fraktion, den

Psychologen - kennen auch nur eine Erklärung :"Einbildung".
[Ausnahmen bestätigen die Regel]
Dafür gibt es Psychopharmaka und die Psychiatrie. [Die Kritik an diesem Konstrukt von MASCHEWSKI 1996]
(Wäre solche Einbildung nicht auch eine wirkliche Krankheit, deren Entlarvungsversuch mit brachialen Methoden (Provokationsversuche, Tests, Belastungen wieSport = "graded exercise") weder human noch medizinisch zu erklären wäre, und, soweit die Psychologie ihre eigenen Erklärungen ernst nimmt, sogar kontraproduktiv ist?
Eine Rückkehr in die "soziale Realität" wird durch solchen Crash-Kurs nicht erreicht.
Die Erfolgsquote der Psychotherapie ist sehr gering - darüber wird öffentlich wenig gesprochen. Die Therapien sind daher Idealvorstellungen, an denen der Wille des Patienten gemessen wird - wenn er keinen Erfolg zeigt, war sein Wille zu schwach; nicht die Therapie falsch ausgedacht... ) Sie winden sich aus allem heraus, in dem die besondere Stellung der Psychologie, der Therapeuten und der Art des Denkens angeführt wird.

Umweltmediziner scheinen mit ihrem Latein am Ende... seit die Krankenkassen die Kosten für die Posten nicht mehr übernehmen - und Untersuchungen wie Therapie als "IGe-L"eistungen selbst bezahlt werden müssen.

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Soweit die Hinweise und Literatur nachzuprüfen sind, ist diese Art von Reaktionen ("Überempfindlichkeit") auch schulmedizinisch erfaßt, beschrieben und teilweise kausal geklärt, wenn auch nicht in dem "Umweltzusammenhang" erklärt.
(Man kennt Vaskulitis, Hypoxie, Allergie, Reizdarm.... Wohlgemerkt, das sind Endzustände, die "Krankheiten" eben...)

Wir listen die bekannten Phänomene auf:

  • Empfindlichkeiten und Vulnerablilitäten sind alt-bekannt (Kinder, Schwangere, Kranke)[KUKLINSKY 1995]

    • - im Umwelt-Kontext aber werden sie geleugnet.

  • Allergien und Pseudoallergische Reaktionen sind bekannt.
    Ebenfalls eine Reaktion, die der einwirkenden Dosis nicht entspricht...
    zur Dosis-Unabhängigkeit die interessante Überlegung, wie Kopfschmerzen der gleichen allgemeinen Kritik wie "MCS" unterliegen - könnten... auf www.safer-world.org
  • Medikamentenunverträglichkeiten sind bekannt. S.: "Beipackzettel", "Lipobay (BAYER)" ... Reaktionen auf geringe Mengen von Substanzen, die eigentlich heilend wirken sollten; Nebenwirkungen sind ebenfalls ein nur allzu bekannter Fakt.
    [Forschung zu Arzneimittelverträglichkeit];
    Arznei-Telegramm: Info von Prof.P.Schönhöfer, Pharmakologe, Bremen
  • Genetische Unterschiede [S. Dr.B. Kuklinsky] in der Entgiftung sind bekannt,
    doch wird eher darüber spekuliert als geforscht, ob und welche Auswirkungen sie bei chronischen Belastungen über einen langen Zeitraum haben.
  • Weitere Unterschiede in den Entgiftungsmechanismen sind bekannt
    In diesem Zusammenhang ist es sehr interessant, festzuhalten, dass in verschiedenen Ländern in Europa(!) Unterschiede in der Bewertung von Krankheit existieren:
    in Deutschland gibt es z.B. keine Differenzierung von Lebererkrankungen wie in Frankreich oder Italien. Daher können auch keine Ursachen "gefunden" werden.
  • Dazu kommt die offenbar beliebige Interpretation von Laborwerten von Schulmedizinern. Alle Kranken haben Abweichungen von der Norm. Wenn klinische Auffälligkeiten vorhanden sind, so sind diese weder Meßfehler noch als zu vernachlässigen anzusehen!
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Krankheitsmodelle

Aus den Erkenntnissen der letzten 60 Jahre lassen sich Theorien entwickeln, die im Folgenden aufgezeigt werden.
Dies sind multi-disziplinäre Ansätze, bei der viele Erkenntnisse verschiedener Fachrichtungen einfließen. Die Erkenntnisse der Toxikologie werden mit Wissen um neurologische Prozesse, um Gewebedegeneration erweitert, mit immunologischen Kenntnissen kombiniert.
Damit läßt sich ein Modell erzeugen, was die vorhandenen Patienten und Labordaten in einen Zusammenhang bringt.
Wir versuchen uns an kurzen Darstellungen. Für weiteres Verständnis ist es hilfreich, einführende Originalarbeiten zu lesen.
Auch können wir mit dieser Darstellung nicht alle Kritik ausräumen. Deutlich wird mit den Modellen jedoch, dass die Beschwerden eine reale Grundlage haben. Wenn ein Phänomen geleugnet wird und nicht an Modellen gearbeitet wird, stehen offensichtlich Interessen dahinter, die dieses Wissen aus bestimmten Gründen nicht zulassen wollen.
Link zum Dokument mit einer Übersicht Modelle.
Hier unten sind die Überschriften aufgelistet, mit denen direkt zu den Abschnitten gesprungen werden kann.

Mit den Modellen der Erkrankung

  • der Psychologen beschäftigen sich viele...
    Fehler der Psychologen sind u.a. bei Prof. Maschewski, "Handbuch MCS", nachzuschlagen.

Wesentlich dagegen erscheinen

  1. die Überlegungen von Dr. C.Miller und Prof.N.Ashford zum T.I.L.T.-Konzept;
    eine Kurzfassung als engl. Text, der diese neue Theorie von Krankheit(sentstehung) darlegt.
    Dazu die Übersicht der Zusammenhänge des "Gulf War Syndrome", dessen Mechanismus als Modell dient.
  2. Toxische Belastungen laut Orthomolekularer Medizin, Konzept des "Body-load"
  3. physiologische Krankheitsvorstellungen der Klinischen Ökologie,
    z.B. die Pyrollurie (ein Zink/B6-Mangel; bis zu Symptomen ähnlich einer Schizophrenie), Entgiftungssystem
    Imbalancen führen zu Mangelerscheinungen generell oder in bestimmten Geweben, die ausgeglichen werden müssen und können.
  4. Untersuchungen zur Neurotoxizität von Prof.R.Singer(Homepage) "Neurologische Symptome" - ;
    bei diesen treten u.a. auch "psychische" Symptome auf!
    (s.Texte). Einfluß auf Hirnstrukturen, z.B. das "Limbische System"
    dazu die Hirnstoffwechsel-Untersuchungen mittels PET von Dr.HEUSER (Signifikante Unterschiede in den Bildern MCS-, CFS- und Depression-Erkrankter), in Deutschland auch von Dr. HÖRR (Homepage), Plochingen, durchgeführt.
  5. die Kenntnisse über die Histamin-Intoleranz von Dr.R.Jarisch [Thieme, 1999]
    Grundlage vieler Reaktionen auf Belastungen, u.a. Unverträglichkeiten, "Pseudo-allergien" (auf Käse/ Fisch/ Fleisch (Leichengift - Histamin) Wein u.a. Nahrungsmittel aber auch Medikamente, und Stress
  6. die Ableitung des Krankheitsverlaufes von "MCS" auf der Basis nicht-infektiöser Gefäßschädigungen [(Prä-)Vaskulitis ] und einer Generalisierung immunologischer Prozesse (z.B. führt Aktivierung des Filamentsystem der Blutgerinnung zu Störungen der Mikrozirkulation in den Kapillaren: RAYNAUD-Syndrom); Dr. G. Schwinger: Artikel zu Vaskulitis , Thrombosen und immuntoxische Effekte auf SAFER-WORLD.
    Alle Vorgänge lassen sich aus bekannten und neueren Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin erklären!
    Basis die Kenntnis über Hitzeschockproteine,
    Artikel direkt bei "Safer-world"
  7. Immunologischen Untersuchungen von Bartram e.a.
    [Ztschr.f.Umweltmedizin,2002]
  8. "Chronische Erschöpfung" - Forschungen von Dr. Poesnecker zu (endokriner) Erschöpfung, Immunstörungen und dem entglittenen Streßregelkreis.
    (zu seiner Homepage; eine deutsche Zusammenfassung -ZIP- hier! -
  9. Empfindlichkeit durch Immunsystem-Entgleisung, RNase-L, CFIDS [Suhadolnik/ deMeilleir/ Cheney]
  10. Ergänzend die Co-Morbidität - Faktoren, die mit, nach oder auch vor dem Krankheitsbeginn eintreten, und zu berücksichtigen sind.

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Die Übersicht zu den Modellen:
T.I.L.T. - Gulf War Syndrome
Toxikologisch - Entgiftungssystem
Neurotoxizität
Immungeneralisation Zellschutzproteine -
Chronische Erschöpfung

Comorbidität


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Synonyme

Andere Bezeichnungen für das "Chemikalien-Syndrom" sind:
(dazu mehr im folgenden Absatz)

  • "T.I.L.T. (Toxicant Induced Loss of Tolerance)" (Konzept v. Dr. C. Miller/Prof.N.Ashford, Austin,Texas,USA), wobei Studien über die Golfkriegsveteranen Grundlage sind

  • "GCI (gefährliche Chemikalien Intoleranz)"; "TILT-Vaskulitis" (Dr.G.Schwinger,Plochingen,D),

  • "IEI (idiopathic environmental illness)" [Umwelterkrankung unbekannter Genese]-
    [wobei diese pseudo-'offizielle' Bezeichnung von 1996 eher komisch ist, da bekannt ist, daß Chemikalien aus der Umwelt die Reaktion auf Chemikalien auslösen, eine Umwelt-Erkrankung eben! Hier wird das Hintertürchen zum "psychologischen Faktor" aufgehalten]
  • "Chemical AIDS" (USA)
  • n.b. "Chemikalien-ÜBEREMFPINDLICHKEIT" sehen wir als Zynismus, der einen Standard im Ertragen festlegt. Und damit gleich die Person, die's nicht kann, abwertet. Denn worauf bezieht sich das ÜBER?
    Auch sollte man von ERKRANKTEN statt von "Betroffenen" sprechen.
  • Wissenschaftliche Arbeit

    Ein Problem wird für Erkrankte, dass es immer wieder Versuche gibt, über die Änderung des Namens/ der Bezeichnung Verwirrung zu stiften. Damit wird das wissenschaftliche Prinzip ausgehebelt, eine Hypothese erst zu prüfen - es wird keine wissenschaftliche Prüfung über ein benanntes Phänomen mehr vorgenommen.
    [Grundlage für diese Betrachtung ist die Untersuchung von T.S. Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen]
    Diese falschen Kritiker untersuchen das Phänomen vom Namen her - die aufgefundene "Anomalie"(Besonderheit) - mit den Methoden ihres Fachgebietes. Darin finden sie natürlich dieses Phänomen nicht. Es ist ja etwas Neues.
    Wenn sie keine Möglichkeit finden, dies mit ihren eigenen Begriffen zu klären, zeigen sie nun auf, warum der Begriff im Kanon (den Lehrsätzen) der etablierten Wissenschaft nichts zu suchen hat.
    Damit würde das Phänomen entweder aus dem System eliminiert, weil es ein Artefakt, d.h. ein Fehler aus falscher wissenschaftlicher Praxis ist (was eigentlich gute Forschungspraxis wäre...).
    Oder sie weisen im anderen Falle nach, daß es zu dem altbekannten Wissen gehört, weil die Fakten falsch gelesen wurden (was auch nicht schlecht wäre - würde es hier stimmen!).
    In jedem Fall bestätigt sich ihr vorhandenes Wissen. (Was bedenklich ist, denn damit ist ihr Schluß zirkular und keinen Fakten /keiner Kritik zugänglich. Und es gäbe keinen wissenschaftlichen Fortschritt.)
    Dadurch, daß sie Inkonsistenzen der eigenen Wissenschaftsdisziplin ausklammern, bewahren sie sich vor der Selbstkritik und dem Zugeben einer neuen Wahrheit.

    In unserem - wie in vielen Fällen - wählen sie die Argumente und Gegner mit Bedacht. Sie selektieren die passenden Fakten aus, auf die sie ein Gegenargument haben. Sie beschränken den Bezug ihrer Kritik auf die Benennung; auch in Studien beziehen sie sich auf die zu beweisende Abweichung/Ähnlichkeit zu bekannten Phänomenen.
    So wird nach und nach der neuen Bezeichnung für das Phänomen durch viele detailreiche Publikationen aus dieser "Alten Schule" die Grundlage abgesprochen. Und damit der Existenz des Phänomens! (Man findet interessanterweise immer das Muster "weil nicht sein kann was nicht sein darf"). Der Rück-Bezug zu dem Namen, wie auf das "Zeugnis" von Erkrankten, ist ein falscher Schluß. (Es geht Wissenschaft um die Erklärung:"Artefakt/ Interpretation/ Existenz weil".)
    So berücksichtigt man zum Beispiel die Wirkungen und Folgen toxischer Belastung einfach nicht; so, als hätte man "nur" eine Verstauchung oder einen häßlichen Bluterguß - nicht aber eine Belastung mit toxischen Stoffen, die Gewebe, darunter das Gehirn, mit allen Folgen anhaltend schädigten, und nebenbei AUCH als 'psychisch' zu interpretierende Wirkungen zeigen.
    Damit wird durch Nebensächlichkeiten und Spekulationen Verbreitens ein Thema "besetzt". (z.B. durch vielfache Publikationen der "ISEM"("international society of environmental medicine", Industriefinanzierte Organisation; kann als "Nullinformation" bezeichnet werden.)

    Über den Arbeitskreis"Klinische Umweltmedizin" der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin haben wir extern einige Ausführungen gemacht. Sollte jemand mit einigen aufgeführten Personen nähere, u.U. auch "angenehme" Bekanntschaft gemacht haben, so dokumentieren wir das gerne!

    Wissenschaftlich äußerst unsauber ist es, NICHT-Wissen als Wissen zu verkaufen (und umgekehrt).
    Wissen ist etwas Erworbenes; wenn z.B. unbekannt ist, wie eine Substanz wirkt, ob sie also schädlich ist, dann heißt das nicht, dass sie unschädlich ist! Das bedeutet nämlich ein Wissen über die Sache, welches in dem Fall GCI/MCS von diesen "Schulmedizinern" selbst gerade nicht behauptet wird. Im Gegenteil sagen sie, dieses Wissen sei unnötig, da das Phänomen ja nicht existiere. Das ist jedoch nur eine Behauptung, da kein Wissen als Grundlage für dieses Urteil existiert.
    Es ist sicher wahr, dass Einzelfälle (experimentelle Fakten und Tierversuche) nicht immer übertragbar sind, nicht auf jeden Fall und nicht auf jeden Menschen - (Beispiel Tierversuche).
    Aber auch das berechtigt nicht zu Sorglosigkeit und der Negierung der erhaltenen Daten. Denn durch eine Nivellierung gegen eine größere Allgemeinheit (Statistik) und den "Augenschein" ("Evidenz brauche keine wissenschaftliche Erklärung") wird jener Fakt geleugnet. Und das ist nicht der einzige Fehler!

    Wenn etwas nicht mit dem vorhandenen Wissen zu erklären ist, dann von dessen Nicht-Existenz zu reden, ist "Positivistisch".(Nicht zu verwechseln mit positiver, faktenorientierter Wissenschaft.)
    Besonders unwissenschaftlich ist das Ignorieren dem eigenen Konzept widersprechender Untersuchungsergebnisse. In Deutschland scheint es besonders üblich zu sein, das Rad neu zu erfinden, z.B. trotz der Existenz und Validität der Symptomfragebögen von Dr.C. Miller "EESI"...
    (Basis dort ist die Untersuchung von Erkrankten des Golfkriegssyndroms, welches als ein Modell dieser Krankheitsentstehung angesehen wird, da dort die symptomauslösenden Mechanismen aufgedeckt wurden.)
    ...werden eigene entwickelt, die dann eine psychische Bedingtheit belegen;
    "als hätten wir's geahnt".
    Viele solcher Pseudo-Probleme werden aufgeworfen, und machen aus "richtigen" Fragestellungen den Beginn einer miesen, niederträchtigen Diffamierung der Erkrankten durch Spekulationen einer psychischen Erkrankung. Diese wird nur behauptet, weil "nicht sein kann, was nicht sein darf"! Es existieren keine Belege.
    Denn, wie schon an anderer Stelle geschrieben - wenn die Psyche wirklich Schaden genommen hätte, müßte das als Krankheit und die Leidenden als Kranke behandelt werden. Es läuft aber auf den Betrugsverdacht("Rentenneurose") und den Vorwurf mangelnder Krankheitseinsicht hinaus. Also eine Selbstverantwortlichkeit, die alles dem Kranken aufbürdet.

    Letztlich kann es uns gleich sein, wie man die Krankheit benennt. Auf den Inhalt des Begriffes kommt es an, nach dem Begreifen der Mechanismen, einer Erklärung des Phänomens. Und natürlich der Anerkennung ("Leitlinien"), einer zu entwickelnden Therapie mit Linderung oder Heilung!
    Und noch eine kleine Anmerkung:
    Der Begriff "BetroffeneR" ist belastet. Es wuerde niemand sagen ein Krebs-Betroffener, ein MS-betroffener.
    Das heisst mit der Sprache signalisiert man, dass das ganze nicht so schlimm ist, und unterschwellig auch, dass MCS eher psychisch ausgerichtet ist. Aehnlich ist das mit dem Begriff "MCS-syndrom". Ein Syndrom ist sozusagen eine Vorstufe von Krankheit, aber keine ernste Krankheit.
    Dies ist die Folge der "Besetzung" eines Begriffs, so falsch es auch im Kontext sein mag.

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    Therapieansätze

    • Generell wirksame Therapien sind nicht bekannt. Daher ist Meidung angesagt!!
    Manches mag daher helfen, vieles schadet - auf Grund bekannter Zusammenhänge - und führt zu Sensibilisierungen, Unverträglichkeiten, speziellen Nebenwirkungen.

    Geholfen haben, auch in Kombination - allerdings NICHT jedem:

      Rotationsdiät: z.B. Dr. A.Calatin; die gleichen Nahrungsfamilien nur alle vier (4) Tage zu sich nehmen, um Allergien zu vermeiden, da Stoffe sich nicht zu einer Sensibilisierung anreichern können. Zu berücksichtigen sind Nahrungsmittel die Histaminreaktionen auslösen können, ebenso wie die Vermeidung belasteter Nahrung oder Nahrungsmittel, die den Stoffwechsel belasten, wie z.B. gesättigte Fettsäuren, Zucker, unausgewogene Salzzufuhr.
      Orthomolekulare Medizin: d.h. nach Angaben des Arztes hochdosierte Vitamine und Mineralstoffe
      Hyperthermie: Entgiftung durch Überwärmung unter ärztlicher Aufsicht! Ein künstliches Fieber, das bei Immunstörungen wirksam sein soll. Rotlicht- bzw. Niedertemperatursauna können auch hilfreich sein.
      Atemtherapie: Entgiftung durch Atmen; Sauerstoff zur Versorgung der Zellen, Anregung der Aeroben Atmung.
      Entfernen Innerer Schadstoffquellen: Leber-, Nierenfunktionsstörungen, Amalgam u.a. Zahnwerk- und Fremdstoffe im Körper,
      und dazu die Entgiftung im Körper anregen (Blutwäsche "Afarese")
      Manche machen gute Erfahrung mit manueller Therapie, wie Craniosakral, Tui na,
      sowie Yoga, Qi gong, Tai Qi und ähnlichen Lehren. Wichtig ist reine Luft und Vermeidung der körperlichen Überlastung.
      Mentale und Spirituelle Hilfe bietet "Tararokpa"
      eine Buddhistische Lehre; eine Zusammenstellung aus Meditation, Körper- und Bewußtseinsübungen.
    Problematisch ist, da eine einheitliche Theorie der Wirkung noch fehlt, also eine Kenntnis der Mechanismen, eine Therapie zu empfehlen resp. durchzuführen. Es gibt in der Schulmedizin keine Theorie von Krankheit.
    Aber es wäre bei all deren Annahmen (z.B. "Desensibilisierung") und dem in der Schulmedizin auch unerklärt Praktizierten [Nebenwirkungen, bei Pharmazeutika; sowie Gentechnik] kein Problem, konstruktiv ein Modell zu erstellen, bzw. vorhandene Modelle (z.B. T.I.L.T.) anzunehmen, die eine Arbeitshypothese, d.h. eine funktionierende Erklärung, geben.
    Wenn denn den Patienten geholfen werden soll... ("QUI BONO?")

    In Deutschland ist MCS eine verleugnete Krankheit und es gibt demzufolge keine offizielle Behandlung. Anders als z.B. in England, Schweden, Australien und den USA wird MCS in Deutschland nicht als "Krankheit" anerkannt, sondern gilt als psychosomatische Störung.
    Obwohl die Erkrankung hier in den ICD-10 (internationaler Code der Krankheiten) aufgenommen wurde...

    ["Multiple Chemical Sensitivity" ICD-1O-Ziffer T78.4 (Allergie, Sonstige)
    "Chronic Fatigue Syndrome" ICD-1O-Ziffer G93.3 (Postvirales Erschöpfungssyndrom); wenn eine andere Ziffer genommen wird, ist das oft "Neurasthenie", eine psychische Erkrankung, die aber auch umstritten ist.
    Fibromyalgie ICD-1O-Ziffer M79.0 (Rheumatische Erkrankung)
    ]

    Eine entsprechende Psychotherapie wird von der Krankenkasse bezahlt, nicht aber medizinische Behandlungen!
    MCS-Kranke bekommen in Deutschland eine Diagnose aus dem Fachgebiet der Psychiatrie: Depression, somatoforme Störung; psychovegetative Erschöpfung, Persönlichkeitsstörung, usw.
    Soetwas kann vor dem Hintergrund der Kenntnisse über die Erkrankung als "Psychiatrisierung" bezeichnet werden.
    Notiz zu Psycho-somatischen Leiden


    Kassen-Patientenleid

    Selbst bei starken Beschwerden findet der Arzt i.d.R. im Routinelabor nichts. Moderne Laboruntersuchungen werden nicht angeboten, weil der Arzt sie nicht kennt, weil sie nicht in ärztlichen Weiterbildungen gelehrt werden, weil sie die Krankenkassen nicht bezahlen.
    Es gibt aber genügend wissenschaftliches Material, und Erkrankte haben über Jahre wichtige Informationen zusammengetragen. Nun geht es darum, eine gemeinsame Stimme zu werden, die von Ärzten und Politikern nicht mehr überhört werden kann.

    Dabei gibt es auch in Deutschland Ärzte u. Wissenschaftler, die sich im Ausland weitergebildet haben und sehr gut Bescheid wissen. Ihre Stimmen haben ABER hierzulande kein Gewicht und sie dürfen einen Kranken noch nicht einmal zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auf eine umweltmedizinischen Erkrankung hin untersuchen, geschweige denn behandeln.
    Auch wenn es noch nicht die eine ultimative Therapie für MCS und andere umweltmedizinische Erkrankungen gibt, so gibt es doch, zum Teil seit über einem Jahrzehnt und länger, vielversprechende Behandlungsansätze, die im Ausland zusammengetragen und in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht wurden, und jeder kann das lesen.
    In Deutschland greift man die Erfahrungen aber nicht auf, auch wird kein eigener Forschungsbedarf gesehen, Ärzte werden nicht in Umweltmedizin ausgebildet, Geld wird nicht zur Verfügung gestellt.
    Das dreht sich im Kreis: so lange es keine „offiziell anerkannten“ Behandlungsansätze gibt, solange brauchen die gesetzlichen Krankenkassen nichts zu bezahlen.

    Besteht der Verdacht, daß eine umweltmedizinische Erkrankung vorliegt, muß der/ die Kranke die entsprechenden Untersuchungen aus eigener Tasche bezahlen, d.h. wie in keinem anderen Fall muß er oder sie neben den regulären Beiträgen zur GKV dafür zahlen, daß Untersuchungen überhaupt erst durchgeführt werden, also Diagnostik gemacht wird!
    Die Gesundheitspolitik läßt die Krankenkassen lieber viele teure und sinnlose Maßnahmen finanzieren, die von unwissenden Ärzten angeordnet werden, so zum Beispiel mehrwöchige Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken, aber niemals das, was wirklich nötig wäre.
    Daß dies keine bloßen Behauptungen sind, kann leicht an der Tatsache festgemacht werden, daß ausnahmslos alle umweltmedizinischen Untersuchungen den sog. IGeL-Leistungen zugeordnet wurden. IGeL ist die Abkürzung für „Individuelle GesundheitsLeistungen“ und bedeutet schlicht, daß sie diese Leistungen als Mitglied einer GKV aus eigener Tasche bezahlen müssen. Bei Privatversicherten zahlt dafür die Krankenkasse.
    Wenn Sie genug Geld haben, existiert also die Umweltmedizin in Deutschland und es gibt hochqualifizierte Leistungen, wenn Sie kein Geld haben, existiert für Sie dieser Bereich leider nicht.

    Damit haben wir in Deutschland an diesem ganz konkreten Punkt längst eine Zweiklassenmedizin. Allerdings wurde das von der Allgemeinheit nicht registriert, da dieses hochgradig denkwürdige Konstrukt der IGeL-Leistungen äußerst diskret und leise eingeführt wurde. Das geht inzwischen so weit, daß Organisationen davon leben, Ärzten auf Verkaufsschulungen beizubringen, wie sie ihre Kassenpraxis durch mehr IGeL-Leistungen lukrativer gestalten und wie sie diese dem „anspruchsvollen“ und „komfortbewußten“ Patienten schmackhaft machen.
    Auch in deutschen Krankenhäusern wirbt man um zahlungskräftige ausländische Patienten, für die in den letzten Jahren in einigen Krankenhäusern Luxussuiten eingerichtet wurden. In ganz Deutschland gibt es dagegen lediglich 6 Betten für schwerst umweltkranke Kinder und Erwachsene aus dem eigenen Land.
    Wenn es keine legale Möglichkeit der Untersuchung gibt, kann natürlich leicht behauptet werden, daß umweltmedizinische Erkrankungen „eingebildete“ Erkrankungen sind. Es gibt in Deutschland und international eine starke Lobby, die mit allen Mitteln zu verhindern sucht, daß die Beteiligung von Schadstoffen an einer Vielzahl gesundheitlicher Störungen anerkannt wird.[s. Campbell 99]
    Bei den unaufhaltsam steigenden Krebserkrankungen ist es in den letzten Jahren endlich gelungen, daß die seit Jahrzehnten bekannte Tatsache der ursächliche Beteiligung von Zigarettenrauch als Krebsauslöser nicht mehr verleugnet werden kann.
    Aber auf die Feinststäube, die es auch sonst in der Luft gibt, die Chemikalien aus allerlei Töpfen und Schloten, wird es nicht übertragen!
    Dieselfahrzeuge, die nicht einmal die Euronorm 3 erreichen, werden steuerbegünstigt laut einem Bericht des SWR Anno 2003. Die luxuslimousine Touareg von VW wird als Kleinlaster angemeldet (wie auch die von BMW und Daimler-Chrysler), da der Rußfilter "zu teuer" ist. Der preiswertere Renault mit Filter kommt nicht in den 'Genuß'.

    Umweltkranke, und ganz besonders Patienten mit MCS-Symptomen, werden allein gelassen. Die Folgen dieser und anderer Erkrankungen sind Arbeitsplatzverluste, Karriereabbrüche, schwere finanzielle Einbußen, Ehescheidungen und sehr viel Leid in den Familien.
    Alles das will das medizinische Establishment nicht wahrnehmen, Fakten werden zerredet! [s. Fachgespräch 2003]


    *2: Sein Buch "Handbuch MCS" ist im Internet als PDF-Dokument zu finden, auch über die IGWE zu erhalten. Zurück

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    Diese Seiten wurden zuletzt geändert am 13.01.2004.
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