Was die Wissenschaft dazu sagt...
Die Wissenschaft schreibt meist englisch. Und das lesen nicht nur Kranke schlecht, sondern offensichtlich auch deutsche Wissenschaftler ungern. {z.B. Dr.Eis'(vom RKI) Kommentar zu REAs Werk, dass er nicht vollständig darstellen mochte..}
Trotzdem gibt es eine Auseinandersetzung, wie wir wissen, viele erfahren haben und erleiden, mit mehreren Fraktionen, die ideologisch statt wissenschaftlich geführt wird.
Arbeitsmediziner, klassische Toxikologen vermissen das Dosis-Wirkungs-Prinzip;(dagegen [WASSERMANN 1998]) da sie nichts anderes kennen wollen, leugnen sie die Existenz des Phänomens.[Dazu siehe die Kritiken von Dr. T. Merz, Texte]
Psychologen - kennen auch nur eine Erklärung :"Einbildung".
Umweltmediziner scheinen mit ihrem Latein am Ende... seit die Krankenkassen die Kosten für die Posten nicht mehr übernehmen - und Untersuchungen wie Therapie als "IGe-L"eistungen selbst bezahlt werden müssen.
Soweit die Hinweise und Literatur nachzuprüfen sind, ist diese Art von Reaktionen ("Überempfindlichkeit") auch schulmedizinisch erfaßt, beschrieben und teilweise kausal geklärt, wenn auch nicht in dem "Umweltzusammenhang" erklärt. Wir listen die bekannten Phänomene auf:
Aus den Erkenntnissen der letzten 60 Jahre lassen sich Theorien entwickeln, die im Folgenden aufgezeigt werden.
Mit den Modellen der Erkrankung
Wesentlich dagegen erscheinen
Andere Bezeichnungen für das "Chemikalien-Syndrom" sind:
Ein Problem wird für Erkrankte, dass es immer wieder Versuche gibt, über die Änderung des Namens/ der Bezeichnung Verwirrung zu stiften. Damit wird das wissenschaftliche Prinzip ausgehebelt, eine Hypothese erst zu prüfen - es wird keine wissenschaftliche Prüfung über ein benanntes Phänomen mehr vorgenommen.
In unserem - wie in vielen Fällen - wählen sie die Argumente und Gegner mit Bedacht. Sie selektieren die passenden Fakten aus, auf die sie ein Gegenargument haben. Sie beschränken den Bezug ihrer Kritik auf die Benennung; auch in Studien beziehen sie sich auf die zu beweisende Abweichung/Ähnlichkeit zu bekannten Phänomenen.
Wissenschaftlich äußerst unsauber ist es, NICHT-Wissen als Wissen zu verkaufen (und umgekehrt).
Wenn etwas nicht mit dem vorhandenen Wissen zu erklären ist, dann von dessen Nicht-Existenz zu reden, ist "Positivistisch".(Nicht zu verwechseln mit positiver, faktenorientierter Wissenschaft.)
Letztlich kann es uns gleich sein, wie man die Krankheit benennt. Auf den Inhalt des Begriffes kommt es an, nach dem Begreifen der Mechanismen, einer Erklärung des Phänomens. Und natürlich der Anerkennung ("Leitlinien"), einer zu entwickelnden Therapie mit Linderung oder Heilung!
Geholfen haben, auch in Kombination - allerdings NICHT jedem:
In Deutschland ist MCS eine verleugnete Krankheit und
es gibt demzufolge keine offizielle Behandlung. Anders
als z.B. in England, Schweden, Australien und den USA
wird MCS in Deutschland nicht als "Krankheit" anerkannt,
sondern gilt als psychosomatische Störung.
["Multiple Chemical Sensitivity" ICD-1O-Ziffer T78.4 (Allergie, Sonstige)
Eine entsprechende Psychotherapie wird von der Krankenkasse bezahlt, nicht aber medizinische Behandlungen! Selbst bei starken Beschwerden findet der Arzt i.d.R.
im Routinelabor nichts. Moderne Laboruntersuchungen
werden nicht angeboten, weil der Arzt sie nicht kennt,
weil sie nicht in ärztlichen Weiterbildungen gelehrt
werden, weil sie die Krankenkassen nicht bezahlen.
Dabei gibt es auch in Deutschland Ärzte u.
Wissenschaftler, die sich im Ausland weitergebildet
haben und sehr gut Bescheid wissen. Ihre Stimmen haben
ABER hierzulande kein Gewicht und sie dürfen einen
Kranken noch nicht einmal zu Lasten der Gesetzlichen
Krankenkassen (GKV) auf eine umweltmedizinischen
Erkrankung hin untersuchen, geschweige denn behandeln.
Besteht der Verdacht, daß eine umweltmedizinische
Erkrankung vorliegt, muß der/ die Kranke die
entsprechenden Untersuchungen aus eigener Tasche
bezahlen, d.h. wie in keinem anderen Fall muß er oder
sie neben den regulären Beiträgen zur GKV dafür
zahlen, daß Untersuchungen überhaupt erst durchgeführt
werden, also Diagnostik gemacht wird!
Damit haben wir in Deutschland an diesem ganz konkreten Punkt
längst eine Zweiklassenmedizin. Allerdings wurde das
von der Allgemeinheit nicht registriert, da dieses
hochgradig denkwürdige Konstrukt der IGeL-Leistungen
äußerst diskret und leise eingeführt wurde. Das geht
inzwischen so weit, daß Organisationen davon leben,
Ärzten auf Verkaufsschulungen beizubringen, wie sie
ihre Kassenpraxis durch mehr IGeL-Leistungen
lukrativer gestalten und wie sie diese dem
„anspruchsvollen“ und „komfortbewußten“ Patienten
schmackhaft machen.
Umweltkranke, und ganz besonders Patienten mit
MCS-Symptomen, werden allein gelassen. Die Folgen
dieser und anderer Erkrankungen sind
Arbeitsplatzverluste, Karriereabbrüche, schwere
finanzielle Einbußen, Ehescheidungen und sehr viel
Leid in den Familien.
Theorien und Erklärungen
Diese Seite:
Prolog - Auseinandersetzungen
Empfindlichkeit - Modell-Übersicht
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Synonyme - ICD-Klassifizierung
Wissenschaftliches Arbeiten - Arbeitskreis
Therapien -
Patientenleid - Gesundheitspolitik
Soll heißen, es liegen schon mindestens seit den 50er Jahren - und nicht nur in den USA - Daten und Untersuchungen über die Wirkung von Chemikalien auch in sehr geringen, "minimalsten" Dosen unterhalb der variierenden, wirtschaftsorientierten Grenzwerte vor.[CARSON 1962]
Studien, die hierzulande "vermißt" werden, wurden auch erstellt, mit hohen Teilnehmerzahlen, die einen Zusammenhang von Symptomen, Exposition und physiologischen Prozessen beweisen. [MASCHEWSKI 1996; führt 400 davon auf.*2]
In Oldenburg z.B. untersucht den Zusammenhang "kombinierter toxischer Wirkungen" von Chemikalien unterhalb der Grenzwerte Frau Professor I.Witte.
Sie sind auch eher mit Gesetzen als mit medizinischer Praxis vertraut.
Und überweisen die Patienten, wenn sie nicht selbst klassisch provozieren, zur anderen Fraktion, den
[Ausnahmen bestätigen die Regel]
Dafür gibt es Psychopharmaka und die Psychiatrie. [Die Kritik an diesem Konstrukt von MASCHEWSKI 1996]
(Wäre solche Einbildung nicht auch eine wirkliche Krankheit, deren Entlarvungsversuch mit brachialen Methoden (Provokationsversuche, Tests, Belastungen wieSport = "graded exercise") weder human noch medizinisch zu erklären wäre, und, soweit die Psychologie ihre eigenen Erklärungen ernst nimmt, sogar kontraproduktiv ist?
Eine Rückkehr in die "soziale Realität" wird durch solchen Crash-Kurs nicht erreicht.
Die Erfolgsquote der Psychotherapie ist sehr gering - darüber wird öffentlich wenig gesprochen. Die Therapien sind daher Idealvorstellungen, an denen der Wille des Patienten gemessen wird - wenn er keinen Erfolg zeigt, war sein Wille zu schwach; nicht die Therapie falsch ausgedacht... ) Sie winden sich aus allem heraus, in dem die besondere Stellung der Psychologie, der Therapeuten und der Art des Denkens angeführt wird.
(Man kennt Vaskulitis, Hypoxie, Allergie, Reizdarm.... Wohlgemerkt, das sind Endzustände, die "Krankheiten" eben...)
- im Umwelt-Kontext aber werden sie geleugnet.
Ebenfalls eine Reaktion, die der einwirkenden Dosis nicht entspricht...
zur Dosis-Unabhängigkeit die interessante Überlegung, wie Kopfschmerzen der gleichen allgemeinen Kritik wie "MCS" unterliegen - könnten... auf www.safer-world.org
[Forschung zu Arzneimittelverträglichkeit];
Arznei-Telegramm: Info von Prof.P.Schönhöfer, Pharmakologe, Bremen
doch wird eher darüber spekuliert als geforscht, ob und welche Auswirkungen sie bei chronischen Belastungen über einen langen Zeitraum haben.
In diesem Zusammenhang ist es sehr interessant, festzuhalten, dass in verschiedenen Ländern in Europa(!) Unterschiede in der Bewertung von Krankheit existieren:
in Deutschland gibt es z.B. keine Differenzierung von Lebererkrankungen wie in Frankreich oder Italien. Daher können auch keine Ursachen "gefunden" werden.
Krankheitsmodelle
Dies sind multi-disziplinäre Ansätze, bei der viele Erkenntnisse verschiedener Fachrichtungen einfließen. Die Erkenntnisse der Toxikologie werden mit Wissen um neurologische Prozesse, um Gewebedegeneration erweitert, mit immunologischen Kenntnissen kombiniert.
Damit läßt sich ein Modell erzeugen, was die vorhandenen Patienten und Labordaten in einen Zusammenhang bringt.
Wir versuchen uns an kurzen Darstellungen. Für weiteres Verständnis ist es hilfreich, einführende Originalarbeiten zu lesen.
Auch können wir mit dieser Darstellung nicht alle Kritik ausräumen. Deutlich wird mit den Modellen jedoch, dass die Beschwerden eine reale Grundlage haben. Wenn ein Phänomen geleugnet wird und nicht an Modellen gearbeitet wird, stehen offensichtlich Interessen dahinter, die dieses Wissen aus bestimmten Gründen nicht zulassen wollen.
Link zum Dokument mit einer Übersicht Modelle.
Hier unten sind die Überschriften aufgelistet, mit denen direkt zu den Abschnitten gesprungen werden kann.
Fehler der Psychologen sind u.a. bei Prof. Maschewski, "Handbuch MCS", nachzuschlagen.
eine Kurzfassung als engl. Text, der diese neue Theorie von Krankheit(sentstehung) darlegt.
Dazu die Übersicht der Zusammenhänge des "Gulf War Syndrome", dessen Mechanismus als Modell dient.
z.B. die Pyrollurie (ein Zink/B6-Mangel; bis zu Symptomen ähnlich einer Schizophrenie), Entgiftungssystem
Imbalancen führen zu Mangelerscheinungen generell oder in bestimmten Geweben, die ausgeglichen werden müssen und können.
bei diesen treten u.a. auch "psychische" Symptome auf!
(s.Texte). Einfluß auf Hirnstrukturen, z.B. das "Limbische System"
dazu die Hirnstoffwechsel-Untersuchungen mittels PET von Dr.HEUSER (Signifikante Unterschiede in den Bildern MCS-, CFS- und Depression-Erkrankter), in Deutschland auch von Dr. HÖRR (Homepage), Plochingen, durchgeführt.
Grundlage vieler Reaktionen auf Belastungen, u.a. Unverträglichkeiten, "Pseudo-allergien" (auf Käse/ Fisch/ Fleisch (Leichengift - Histamin) Wein u.a. Nahrungsmittel aber auch Medikamente, und Stress
Alle Vorgänge lassen sich aus bekannten und neueren Erkenntnissen der wissenschaftlichen Medizin erklären!
Basis die Kenntnis über
Hitzeschockproteine,
Artikel direkt bei "Safer-world"
[Ztschr.f.Umweltmedizin,2002]
(zu seiner Homepage; eine deutsche Zusammenfassung -ZIP- hier! -
Die Übersicht zu den Modellen:
T.I.L.T. -
Gulf War Syndrome
Toxikologisch -
Entgiftungssystem
Neurotoxizität
Immungeneralisation
Zellschutzproteine -
Chronische Erschöpfung
Synonyme
(dazu mehr im folgenden Absatz)
[wobei diese pseudo-'offizielle' Bezeichnung von 1996 eher komisch ist, da bekannt ist, daß Chemikalien aus der Umwelt die Reaktion auf Chemikalien auslösen, eine Umwelt-Erkrankung eben! Hier wird das Hintertürchen zum "psychologischen Faktor" aufgehalten]
Auch sollte man von ERKRANKTEN statt von "Betroffenen" sprechen.Wissenschaftliche Arbeit
[Grundlage für diese Betrachtung ist die Untersuchung von T.S. Kuhn, Struktur wissenschaftlicher Revolutionen]
Diese falschen Kritiker untersuchen das Phänomen vom Namen her - die aufgefundene "Anomalie"(Besonderheit) - mit den Methoden ihres Fachgebietes. Darin finden sie natürlich dieses Phänomen nicht. Es ist ja etwas Neues.
Wenn sie keine Möglichkeit finden, dies mit ihren eigenen Begriffen zu klären, zeigen sie nun auf, warum der Begriff im Kanon (den Lehrsätzen) der etablierten Wissenschaft nichts zu suchen hat.
Damit würde das Phänomen entweder aus dem System eliminiert, weil es ein Artefakt, d.h. ein Fehler aus falscher wissenschaftlicher Praxis ist (was eigentlich gute Forschungspraxis wäre...).
Oder sie weisen im anderen Falle nach, daß es zu dem altbekannten Wissen gehört, weil die Fakten falsch gelesen wurden (was auch nicht schlecht wäre - würde es hier stimmen!).
In jedem Fall bestätigt sich ihr vorhandenes Wissen. (Was bedenklich ist, denn damit ist ihr Schluß zirkular und keinen Fakten /keiner Kritik zugänglich. Und es gäbe keinen wissenschaftlichen Fortschritt.)
Dadurch, daß sie Inkonsistenzen der eigenen Wissenschaftsdisziplin ausklammern, bewahren sie sich vor der Selbstkritik und dem Zugeben einer neuen Wahrheit.
So wird nach und nach der neuen Bezeichnung für das Phänomen durch viele detailreiche Publikationen aus dieser "Alten Schule" die Grundlage abgesprochen. Und damit der Existenz des Phänomens! (Man findet interessanterweise immer das Muster "weil nicht sein kann was nicht sein darf"). Der Rück-Bezug zu dem Namen, wie auf das "Zeugnis" von Erkrankten, ist ein falscher Schluß. (Es geht Wissenschaft um die Erklärung:"Artefakt/ Interpretation/ Existenz weil".)
So berücksichtigt man zum Beispiel die Wirkungen und Folgen toxischer Belastung einfach nicht; so, als hätte man "nur" eine Verstauchung oder einen häßlichen Bluterguß - nicht aber eine Belastung mit toxischen Stoffen, die Gewebe, darunter das Gehirn, mit allen Folgen anhaltend schädigten, und nebenbei AUCH als 'psychisch' zu interpretierende Wirkungen zeigen.
Damit wird durch Nebensächlichkeiten und Spekulationen Verbreitens ein Thema "besetzt". (z.B. durch vielfache Publikationen der "ISEM"("international society of environmental medicine", Industriefinanzierte Organisation; kann als "Nullinformation" bezeichnet werden.)
Wissen ist etwas Erworbenes; wenn z.B. unbekannt ist, wie eine Substanz wirkt, ob sie also schädlich ist, dann heißt das nicht, dass sie unschädlich ist! Das bedeutet nämlich ein Wissen über die Sache, welches in dem Fall GCI/MCS von diesen "Schulmedizinern" selbst gerade nicht behauptet wird. Im Gegenteil sagen sie, dieses Wissen sei unnötig, da das Phänomen ja nicht existiere. Das ist jedoch nur eine Behauptung, da kein Wissen als Grundlage für dieses Urteil existiert.
Es ist sicher wahr, dass Einzelfälle (experimentelle Fakten und Tierversuche) nicht immer übertragbar sind, nicht auf jeden Fall und nicht auf jeden Menschen - (Beispiel Tierversuche).
Aber auch das berechtigt nicht zu Sorglosigkeit und der Negierung der erhaltenen Daten. Denn durch eine Nivellierung gegen eine größere Allgemeinheit (Statistik) und den "Augenschein" ("Evidenz brauche keine wissenschaftliche Erklärung") wird jener Fakt geleugnet. Und das ist nicht der einzige Fehler!
Besonders unwissenschaftlich ist das Ignorieren dem eigenen Konzept widersprechender Untersuchungsergebnisse. In Deutschland scheint es besonders üblich zu sein, das Rad neu zu erfinden, z.B. trotz der Existenz und Validität der Symptomfragebögen von Dr.C. Miller "EESI"...
(Basis dort ist die Untersuchung von Erkrankten des Golfkriegssyndroms, welches als ein Modell dieser Krankheitsentstehung angesehen wird, da dort die symptomauslösenden Mechanismen aufgedeckt wurden.)
...werden eigene entwickelt, die dann eine psychische Bedingtheit belegen;
"als hätten wir's geahnt".
Viele solcher Pseudo-Probleme werden aufgeworfen, und machen aus "richtigen" Fragestellungen den Beginn einer miesen, niederträchtigen Diffamierung der Erkrankten durch Spekulationen einer psychischen Erkrankung. Diese wird nur behauptet, weil "nicht sein kann, was nicht sein darf"! Es existieren keine Belege.
Denn, wie schon an anderer Stelle geschrieben - wenn die Psyche wirklich Schaden genommen hätte, müßte das als Krankheit und die Leidenden als Kranke behandelt werden. Es läuft aber auf den Betrugsverdacht("Rentenneurose") und den Vorwurf mangelnder Krankheitseinsicht hinaus. Also eine Selbstverantwortlichkeit, die alles dem Kranken aufbürdet.
Und noch eine kleine Anmerkung:
Der Begriff "BetroffeneR" ist belastet. Es wuerde niemand
sagen ein Krebs-Betroffener, ein MS-betroffener.
Das heisst mit der
Sprache signalisiert man, dass das ganze nicht so schlimm ist, und
unterschwellig auch, dass MCS eher psychisch ausgerichtet ist.
Aehnlich ist das mit dem Begriff "MCS-syndrom". Ein Syndrom ist
sozusagen eine Vorstufe von Krankheit, aber keine ernste Krankheit.
Dies ist die Folge der "Besetzung" eines Begriffs, so falsch es auch im Kontext sein mag.
Therapieansätze
Manches mag daher helfen, vieles schadet - auf Grund bekannter Zusammenhänge - und führt zu Sensibilisierungen, Unverträglichkeiten, speziellen Nebenwirkungen.
Rotationsdiät: z.B. Dr. A.Calatin; die gleichen Nahrungsfamilien nur alle vier (4) Tage zu sich nehmen, um Allergien zu vermeiden, da Stoffe sich nicht zu einer Sensibilisierung anreichern können. Zu berücksichtigen sind Nahrungsmittel die Histaminreaktionen auslösen können, ebenso wie die Vermeidung belasteter Nahrung oder Nahrungsmittel, die den Stoffwechsel belasten, wie z.B. gesättigte Fettsäuren, Zucker, unausgewogene Salzzufuhr.
Orthomolekulare Medizin: d.h. nach Angaben des Arztes hochdosierte Vitamine und Mineralstoffe
Hyperthermie: Entgiftung durch Überwärmung unter ärztlicher Aufsicht! Ein künstliches Fieber, das bei Immunstörungen wirksam sein soll. Rotlicht- bzw. Niedertemperatursauna können auch hilfreich sein.
Atemtherapie: Entgiftung durch Atmen; Sauerstoff zur Versorgung der Zellen, Anregung der Aeroben Atmung.
Entfernen Innerer Schadstoffquellen: Leber-, Nierenfunktionsstörungen, Amalgam u.a. Zahnwerk- und Fremdstoffe im Körper,
und dazu die Entgiftung im Körper anregen (Blutwäsche "Afarese") Manche machen gute Erfahrung mit manueller Therapie, wie Craniosakral, Tui na,
sowie Yoga, Qi gong, Tai Qi und ähnlichen Lehren. Wichtig ist reine Luft und Vermeidung der körperlichen Überlastung.Mentale und Spirituelle Hilfe bietet "Tararokpa"
eine Buddhistische Lehre;
eine Zusammenstellung aus Meditation, Körper- und Bewußtseinsübungen.
Problematisch ist, da eine einheitliche Theorie der Wirkung noch fehlt, also eine Kenntnis der Mechanismen, eine Therapie zu empfehlen resp. durchzuführen. Es gibt in der Schulmedizin keine Theorie von Krankheit.
Aber es wäre bei all deren Annahmen (z.B. "Desensibilisierung") und dem in der Schulmedizin auch unerklärt Praktizierten [Nebenwirkungen, bei Pharmazeutika; sowie Gentechnik] kein Problem, konstruktiv ein Modell zu erstellen, bzw. vorhandene Modelle (z.B. T.I.L.T.) anzunehmen, die eine Arbeitshypothese, d.h. eine funktionierende Erklärung, geben.
Wenn denn den Patienten geholfen werden soll... ("QUI BONO?")
Obwohl die Erkrankung hier in den ICD-10 (internationaler Code der Krankheiten) aufgenommen wurde...
"Chronic Fatigue Syndrome" ICD-1O-Ziffer G93.3 (Postvirales Erschöpfungssyndrom); wenn eine andere Ziffer genommen wird, ist das oft "Neurasthenie", eine psychische Erkrankung, die aber auch umstritten ist.
Fibromyalgie ICD-1O-Ziffer M79.0 (Rheumatische Erkrankung)]
MCS-Kranke bekommen in Deutschland eine Diagnose aus dem Fachgebiet der Psychiatrie: Depression,
somatoforme Störung; psychovegetative Erschöpfung, Persönlichkeitsstörung, usw.
Soetwas kann vor dem Hintergrund der Kenntnisse über die Erkrankung als "Psychiatrisierung" bezeichnet werden.
Notiz zu Psycho-somatischen Leiden
Kassen-Patientenleid
Es gibt aber genügend wissenschaftliches Material, und
Erkrankte haben über Jahre wichtige Informationen
zusammengetragen. Nun geht es darum, eine gemeinsame
Stimme zu werden, die von Ärzten und Politikern nicht
mehr überhört werden kann.
Auch wenn es noch nicht die eine ultimative Therapie
für MCS und andere umweltmedizinische Erkrankungen
gibt, so gibt es doch, zum Teil seit über einem
Jahrzehnt und länger, vielversprechende
Behandlungsansätze, die im Ausland zusammengetragen
und in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht
wurden, und jeder kann das lesen.
In Deutschland
greift man die Erfahrungen aber nicht auf, auch wird
kein eigener Forschungsbedarf gesehen, Ärzte werden
nicht in Umweltmedizin ausgebildet, Geld wird nicht
zur Verfügung gestellt.
Das dreht sich im Kreis: so lange es keine „offiziell anerkannten“
Behandlungsansätze gibt, solange brauchen die
gesetzlichen Krankenkassen nichts zu bezahlen.
Die Gesundheitspolitik läßt die Krankenkassen lieber viele
teure und sinnlose Maßnahmen finanzieren, die von
unwissenden Ärzten angeordnet werden, so zum Beispiel
mehrwöchige Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken,
aber niemals das, was wirklich nötig wäre.
Daß dies keine bloßen Behauptungen sind, kann leicht
an der Tatsache festgemacht werden, daß ausnahmslos
alle umweltmedizinischen Untersuchungen den sog.
IGeL-Leistungen zugeordnet wurden. IGeL ist die
Abkürzung für „Individuelle GesundheitsLeistungen“ und
bedeutet schlicht, daß sie diese Leistungen als
Mitglied einer GKV aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Bei Privatversicherten zahlt dafür die Krankenkasse.
Wenn Sie genug Geld haben, existiert also die
Umweltmedizin in Deutschland und es gibt
hochqualifizierte Leistungen, wenn Sie kein Geld
haben, existiert für Sie dieser Bereich leider nicht.
Auch in deutschen Krankenhäusern
wirbt man um zahlungskräftige ausländische Patienten,
für die in den letzten Jahren in einigen
Krankenhäusern Luxussuiten eingerichtet wurden. In
ganz Deutschland gibt es dagegen lediglich 6 Betten
für schwerst umweltkranke Kinder und Erwachsene aus
dem eigenen Land.
Wenn es keine legale Möglichkeit der Untersuchung
gibt, kann natürlich leicht behauptet werden, daß
umweltmedizinische Erkrankungen „eingebildete“
Erkrankungen sind. Es gibt in Deutschland und
international eine starke Lobby, die mit allen Mitteln
zu verhindern sucht, daß die Beteiligung von
Schadstoffen an einer Vielzahl gesundheitlicher
Störungen anerkannt wird.[s. Campbell 99]
Bei den unaufhaltsam
steigenden Krebserkrankungen ist es in den letzten
Jahren endlich gelungen, daß die seit Jahrzehnten
bekannte Tatsache der ursächliche Beteiligung von
Zigarettenrauch als Krebsauslöser nicht mehr
verleugnet werden kann.
Aber auf die Feinststäube, die es auch sonst in der Luft gibt, die Chemikalien aus allerlei Töpfen und Schloten, wird es nicht übertragen!
Dieselfahrzeuge, die nicht einmal die Euronorm 3 erreichen, werden steuerbegünstigt laut einem Bericht des SWR Anno 2003. Die luxuslimousine Touareg von VW wird als Kleinlaster angemeldet (wie auch die von BMW und Daimler-Chrysler), da der Rußfilter "zu teuer" ist. Der preiswertere Renault mit Filter kommt nicht in den 'Genuß'.
Alles das will das medizinische
Establishment nicht wahrnehmen, Fakten werden
zerredet! [s. Fachgespräch 2003]
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