KRANKHEIT - MCS
Veroeffentlichung: Langzeitverlauf bei ambulanten und stationären
MCS-Patienten.
Endbericht des Fachkrankenhauses
Nordfriesland/Bredstedt (PDF-Volltextdokument)
APUG_MCS_Bredstedt.pdf
26. 05. 2003: MCS-Kranke sind schwer erkrankte Patienten und keine
Hypochonder! / Resolution Umweltmedizinischer Verbände zur MCS-Studie
des Robert Koch-Instituts, Isny (ots)
- Im Frühjahr 2002 wurde die
durch das Umweltbundesamt veranlasste und das Robert-Koch-Institut
geleitete multizentrische Studie zur Multiplen Chemikalien
Sensitivität (MCS) abgeschlossen und nun erst ein Jahr später
veröffentlicht. Ein Anspruch auf die Erforschung der damals weitgehend
unbekannten Ätiologie der Krankheit wurde nicht erhoben. Die einzelnen
teilnehmenden Zentren trugen in der Mehrzahl zu der Studie nur kleine
Fallzahlen bei und unterschieden sich in ihrer Bewertung von einander
teilweise wesentlich. Jedes teilnehmende Zentrum kam zu den
Einschätzungen, die jeweils vor Studienbeginn bestanden hatten, so
dass die Studie in weiten Teilen durch die Subjektivität der
Untersucher geprägt ist.
Unabhängig davon stellt die Studie allerdings zu den MCS-Kranken
fest, dass es sich um besonders schwer erkrankte Patienten handelt.
Der Schweregrad dieser Erkrankung wird nur von wenigen uns bekannten
Krankheiten übertroffen. Weiterhin kommt die Studie zu dem Ergebnis,
dass MCS keinem psychischen, psychosomatischen oder somatoformen
Krankheitsbild zugeordnet werden kann, wie es in der Vergangenheit in
der Regel geschehen ist.
Anlässlich der Umweltmedizinischen Tagung in Würzburg vom 23.-25.
Maii 2003 fordern der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner
(dbu), die Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin (IGUMED),
der Ökologische Ärztebund (ÖÄB) und die Deutsche Gesellschaft für
Umwelt- und Humantoxikologie (DGHUT) deshalb:
- ab sofort eine angemessene Einschätzung des Schweregrads von MCS in
der sozialmedizinischen Bewertung,
- die Berücksichtigung von MCS im
Berufskrankheitenrecht,
- die Intensivierung der somatisch orientierten Forschung zu MCS,
- die stärkere Einbeziehung und
Unterstützung der praktisch tätigen Umweltmedizin, die seit langem
über wesentlich größere Fallzahlen und
weiterentwickelte somatische Diagnostik verfügt, und
- dass die Ministerin für Gesundheit und Soziales die MCS -
Problematik endlich zur Chefsache macht.
ots Originaltext: Ökologischer Ärztebund (ÖÄB)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=42416
Weitere Informationen, Hintergründe, Interview-Wünsche (V.i.S.d.P.):
Dr. med. Kurt E. Müller, Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner
(dbu) E-Mail: dbu@dbu-online.de